Rom verbietet Corona-Demos im Stadtzentrum

Kundgebung im Circus Maximus
Die Politik verbannt die Corona-Demonstranten an den Stadtrand, allerdings nur in der Hauptstadt

Die Verlegung der Proteste der Corona-Maßnahmen-Gegner (und aller anderen Demonstranten) in Rom außerhalb des Stadtzentrums und die Verordnung, dass es sich nur mehr um stationäre Kundgebungen handeln dürfe, haben ihren Zweck erreicht. Zwar nahmen vergangenes Wochenende besonders viele Green-Pass Gegner an der Kundgebung Teil, an die 4.000 sollen es gewesen sein (in den Wochen davor um die 1.000). Immerhin aber blieben Straßen, Geschäfte und somit die Römer unbehelligt davon.

Gewerkschaft gestürmt

Die Verordnung ist seit Mitte Oktober in der Hauptstadt in Kraft. Grund für diese Maßnahme war eine kurz davor stattgefundene Protestaktion, die Rechtsextreme genutzt hatten, um den Sitz der Gewerkschaft CGIL zu stürmen und verwüsten. Danach versuchten sie bis zum Regierungssitz Palazzo Chigi vorzudringen. Außerdem stand der G-20 Gipfel kurz bevor.

Circus Maximus

Seit Mitte Oktober treffen sich die Manifestanten also im südwestlich vom Kolosseum gelegenen Areal des Circus Maximus. Es handelt sich dabei um eine große langgestreckte und zum Teil bepflanzte Fläche, die unter den Alten Römern für Wagenrennen genutzt wurde.

In Mailand erlaubt

Zwar haben auch andere Städte versucht die Proteste aus dem Zentrum zu verlegen, so mutig wie Rom war aber bis jetzt keine. Durchgesetzt wurde bis jetzt nur, dass die Proteste stationär sein müssen. Umzüge sind verboten. Und so trafen sich die Mailänder Green-Pass Gegner auch dieses Wochenende zum 18. Mal auf der Piazza Fontana hinter dem Dom.

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