Boris Johnson und seine dritte Frau Carrie

© APA/AFP/ADRIAN DENNIS

Politik Ausland
07/07/2022

"Queen Carrie" intervenierte für afghanische Hunde und teure Tapeten

Der Ehefrau des zurückgetretenen britischen Premiers Boris Johnson wird Exzentrik und Maßlosigkeit vorgeworfen.

Lord Michael Ashcroft, ein ehemaliger Tory-Vizechef, drückt sich nobel aus: Man sei auf die „übereinstimmende Ansicht gestoßen, dass Boris Johnson durch Carrie in den vergangenen drei Jahren sehr abgelenkt wurde, und das nicht in guter Weise“.

Die 34-jährige Carrie Johnson, Mutter von Johnsons jüngstem Sohn (2) und seiner sechs Monate alten Tochter, dürfte den Amtssitz des britischen Premiers in Downing Street nicht nur teuer renoviert, sondern auch aufgemischt haben. So beschreibt die Sunday Times eine Szene im Amtssitz im Pandemie-Frühjahr 2021: Mit „riesigen Mengen billigen und schlechten Weins veranstaltete die spätere Frau des Premiers, Carrie, mit ihren Kumpel an der Feuerschale im Garten ihre lautstarke Party“. „Queen Carrie“ wurde sie genannt.

Katzen aus Kabul

Carrie Johnson engagiert sich für Umwelt, Klimaschutz und Frauenrechte. Ihr wird unter anderem vorgeworfen, so hartnäckig interveniert zu haben, bis die britische Regierung Ende August 2021 die Bewilligung erteilte, 150 herrenlose Katzen und Hunde aus Kabul auszufliegen. Zu diesem Zeitpunkt warteten noch Tausende Ortshelfer auf ihre Rettung vor den Taliban.

Zuletzt mokierte sich die Times, dass Mrs. Johnson die seit fast 20 Jahren amtierende Haushälterin von Chequers vergrault habe, dem mondänen Landsitz britischer Premierminister in der Grafschaft Buckinghamshire. Diese sei im Streit gegangen, weil die Johnsons nur „Chaos“ angerichtet hätten.

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