UNO rückt Pager-Explosionen im Libanon in Nähe von Kriegsverbrechen

Mindestens 37 Menschen kamen bei dem Israel zugeschriebenen Angriff mit explodierenden Pagern und Funkgeräten ums Leben.
Ein Mann mit Brille und Anzug spricht in ein Mikrofon.

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte, Volker Türk, hat den Israel zugeschriebenen Angriff mit explodierenden Pagern und Funkgeräten im Libanon in die Nähe eines Kriegsverbrechens gerückt. "Ist der Angreifer nicht in der Lage, die Vereinbarkeit des Angriffs mit den verbindlichen Regeln des Völkerrechts, insbesondere den wahrscheinlichen Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung, zu beurteilen, sollte der Angriff nicht durchgeführt werden", sagte Türk vor dem UN-Sicherheitsrat.

"Das humanitäre Völkerrecht verbietet den Einsatz von Sprengfallen in Form scheinbar harmloser, tragbarer Gegenstände, die speziell dafür entwickelt und konstruiert wurden, explosives Material zu enthalten. Gewalt mit der Absicht, Terror unter der Zivilbevölkerung zu verbreiten, ist ein Kriegsverbrechen", erklärte der Österreicher weiter.

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Explosionen Hunderter Geräte

Die libanesische Hisbollah-Miliz beschuldigt Israel, für die Explosionen Hunderter manipulierter Geräte verantwortlich zu sein. Mindestens 37 Menschen kamen nach libanesischen Behördenangaben am Dienstag und Mittwoch bei den Detonationen ums Leben. Rund 3.000 weitere wurden demnach verletzt - darunter nicht nur Hisbollah-Mitglieder, sondern auch Zivilisten wie Kinder. Israel hat sich bisher nicht öffentlich zu den Angriffen bekannt.

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