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Politik | Ausland
03/14/2019

O`Rourke will gegen Trump antreten

Der Texaner Beto O'Rourke will Kandidat der demokratischen Partei für die US-Präsidentschaftswahlen 2020 werden.

14 Kandidaten aus den Reihen der Demokraten sind bereits im Rennen um das Weiße Haus. Nun hat sich ein weiterer dazugesellt: Beto O'Rourke will bei der Präsidentschaftswahl 2020 antreten. Sein Heimatsender KTSM twitterte am Mittwoch: „Es ist offiziell. Beto O'Rourke geht ins Rennen für die Präsidentschaft.“ Berichten zufolge soll der Texaner dem Sender seine Pläne per SMS bestätigt haben.

Der ehemalige Kongress-Abgeordnete für die texanische Grenzstadt El Paso gilt als moderat, und zählt laut Umfragen zu den aussichtsreichsten Bewerbern bei der Vorwahl der US-Demokraten. Wegen seiner Fähigkeit zur Mobilisierung von Wählern wurde er bald mit Ex-Präsident Barack Obama verglichen.

Kritiker weisen aber darauf hin, dass er im Gegensatz zu den anderen gehandelten Kandidaten keine politische Erfahrung in der ersten Reihe der US-Politik vorweisen kann und es deshalb schwer haben könnte, im Kampf gegen Amtsinhaber Trump zu bestehen. O'Rourkes größter Trumpf wäre die Aussicht, seinen seit Jahrzehnten republikanisch wählenden Heimatstaat Texas umzufärben und den Demokraten damit einen Vorteil im Rennen um die US-Präsidentschaft zu verschaffen.

Der Texaner wurde als Herausforderer des republikanischen Senators Ted Cruz bei den Kongresswahlen im vergangenen Jahr bekannt geworden. O'Rourke war Cruz in der traditionellen Republikanerhochburg nur knapp unterlegen. Für seine Senatskandidatur hatte der 46-Jährige einen sicheren Sitz im US-Repräsentantenhaus aufgegeben.

Zwar beginnen die Vorwahlen, bei denen die Demokraten ihren Kandidaten für die eigentliche Präsidentschaftswahl im November 2020 festlegen, erst in knapp einem Jahr. Aber der Wahlkampf läuft längst. Um die Nominierung der Demokraten wollen sich eine Reihe von Politikern bewerben: Dazu gehören die Senatoren Elizabeth Warren, Kamala Harris, Cory Booker, Kirsten Gillibrand und Amy Klobuchar sowie der frühere Arbeitsminister Julian Castro. Auch der unabhängige Senator Bernie Sanders, der bereits 2016 bei den demokratischen Vorwahlen angetreten war und damals Hillary Clinton unterlag, will einen neuen Versuch starten. Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden hatte seine Anhänger dagegen am Dienstag weiter bis zu einer Entscheidung vertröstet, ob auch gegen US-Präsident Donald Trump antreten wolle.