Preparations for COP26 climate conference in Glasgow

© REUTERS / YVES HERMAN

Politik Ausland
10/31/2021

Neuer Anlauf zum weltweiten Klimaschutz in Glasgow

Zum 26. Mal verhandeln Vertreter von 197 Staaten, damit die Klimaerhitzung für die Menschheit bis 2100 unter Kontrolle bleibt

von Bernhard Gaul

Beinahe jeder Staat der Erde hat das Klimaabkommen von Paris 2015 unterzeichnet. Es ist das Versprechen, die Erderwärmung in den Griff zu bekommen. Noch klafft aber eine gewaltige Lücke zwischen dem Versprechen und konkreten Maßnahmen, damit das Ziel auch erreicht werden kann. Derzeit steuert die Erderwärmung auf etwa 2,9 °C bis Ende des Jahrhunderts zu, was horrende Auswirkungen auf die Menschheit zur Folge hätte.

Ab heute, Sonntag, kommen deshalb zum 26. Mal die 197 Vertragsstaaten des „Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen“, auch als UNFCCC bekannt, zusammen. Diesmal werden rund 30.000 Delegierte, NGO-Vertreter und Journalisten, nach Glasgow reisen. Auch der KURIER wird die Delegation von Klimaministerin Leonore Gewessler nach Glasgow begleiten, die jeweils 20-stündige An- und Abreise erfolgt mit dem Zug über Brüssel, durch den Eurotunnel nach London und dann Richtung Norden nach Glasgow.

Für größtes Aufsehen vor Beginn der Konferenz sorgte nicht die Absage von Königin Elisabeth II. (aus Gesundheitsgründen), auch nicht die Zusage des Herzogs William von Cambridge samt seiner Frau, Herzogin Kate, die, wie alle Royals, sich für den Klimaschutz einsetzen. Nein, Sorge bereitet den Delegierten ein mögliches Chaos beim Einlass zum Konferenzgelände in Glasgow, weil es eigentlich nicht ausreichend Platz für 30.000 Teilnehmer bietet.

2020 musste die Konferenz wegen der Corona-Krise verschoben werden, somit sind besonders viele Kapitel offen. Und es geht um viele Billionen Euro, die die reichen Nationen in den eigenen Klimaschutz investieren müssen, als auch für ärmere Staaten ausgeben müssen.

Das zentrale Ziel, dass die Klimamaßnahmen so weit erhöht werden, dass diese im Einklang mit den Paris-Zielen stehen, wird in Glasgow wohl (noch) nicht erfüllt – und nicht wenige Experten machen die schwache Vorbereitung der britischen Regierung von Boris Johnson dafür verantwortlich. Das inoffizielle Motto bleibt aber – das 1,5-°C-Ziel soll am Leben erhalten werden.

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