Proteste in Madrid gegen schärfere Anti-Coronamaßregeln

© APA/AFP/LLUIS GENE

Politik Ausland
10/25/2020

Neue Maßnahme in Spanien: Nächtliche Ausgangssperre

Die Regierung in Madrid beschloss schärfere Anti-Coronamaßnahmen. Landesweit gilt der Gesundheitsnotstand - und damit Ausgangssperre von 23 Uhr bis 6 Uhr Früh

Auch in Spanien steigen trotz bereits beschlossener Eindämmungsmaßnahmen gegen das Coronavirus die Zahlen der Neuinfektionen weiter und weiter. Zuletzt, am Freitag, waren es 19.851 neue Infektionen, neuere Zahlen waren am Wochenende nicht verfügbar. Doch Spaniens Regierung zog am Sonntag eine Nordbremse. In einer zweistündigen Sondersitzung beschlossen Premier Pedro Sanchez und sein Kabinett, landesweit den Gesundheitsnotstand auszurufen.

Damit lässt sich in allen Regionen Spaniens  - mit Ausnahme der kanarischen Inseln - eine nächtliche Ausgangssperre durchsetzen. Sie gilt von 23 Uhr bis 6 Uhr Früh.

Regierungschef Pedro Sanchez sagte in einer Fernsehansprache, der Notstand, der noch am Sonntag in Kraft tritt, gilt zunächst für zwei Wochen. Eine Verlängerung müsste gemäß Verfassung vom Nationalparlament gebilligt werden.

Er hoffe, den Notstand mit Unterstützung des Parlaments bis zum Mai verlängern zu können, sagte der Chef der linken Minderheitsregierung. Die Ausrufung des Notstands sei von zehn der insgesamt 17 Regionen Spaniens, den sogenannten Autonomen Gemeinschaften, beantragt worden. „Europa und Spanien sind mitten in der zweiten Welle“, so Sánchez.

Anders als bei dem Notstand, der in Spanien wegen Corona zwischen dem 14. März und dem 20. Juni herrschte, wird diesmal keine totale Ausgangssperre verhängt, sondern ein nächtliches Ausgehverbot.

Spanien ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder Westeuropas. Bisher wurden mehr als eine Million Infizierte registriert, knapp 35 000 Menschen starben mit Covid-19. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen liegt bei 191,11 mit steigender Tendenz.

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