Deutsche Polizei

© APA/AFP/dpa/NICOLAS ARMER

Deutschland
10/24/2016

Nähe zu Reichsbürgern: Berliner Polizei entlässt Beamten

Die rechtsextreme Gruppe geriet nach der Tötung eines Beamten ins Visier der deutschen Behörden.

Die Polizei in der deutschen Hauptstadt hat einen Beamten wegen seiner Nähe zu den sogenannten Reichsbürgern entlassen. Der Beamte musste die Behörde Anfang dieses Jahres verlassen. Das sagte eine Sprecherin der Berliner Polizei am Montag. Wie der Fall behördenintern bekannt wurde und in welcher Position der Mann arbeitete, war zunächst unklar. Der Tagesspiegel hatte zuerst darüber berichtet.

Ein 49-jähriger "Reichsbürger" hatte am 19. Oktober in Bayern einen Polizisten erschossen und weitere Beamte verletzt. Die Polizei wollte dem Mann seine 31 Waffen abnehmen, weil er bei den Behörden als nicht mehr zuverlässig galt.

Reichsbürger erkennen BRD nicht an

Seit den 80er-Jahren existieren diverse Gruppen, die Verschwörungstheorien anhängen und davon ausgehen, dass das Deutsche Reich fortbesteht und die Bundesrepublik Deutschland rechtlich gesehen nicht existiert. Etliche Akteure sind in der rechtsextremen Szene aktiv.

Diese Menschen erkennen auch Gerichte oder die Polizei oft nicht an. Gleichzeitig stehen einige von ihnen aber als Beamte sogar in Lohn und Brot beim Staat. So sind im Bundesland Bayern vier Polizisten bei den Reichsbürgern aktiv. Einer wurde deshalb bereits vom Dienst suspendiert.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.