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Politik Ausland
11/17/2021

Merz zum Dritten: Diesmal nicht nur One-Man-Show?

Der 66-Jährige will erneut CDU-Vorsitzender werden - mit etwas mehr Zurückhaltung und Mitstreitenden an der Seite.

von Sandra Lumetsberger

Wer dieser Tage Zeitung aufschlägt oder sich am Bildschirm durch die Nachrichten scrollt, mag das Gefühl haben, in einer Zeitschleife festzustecken – nicht nur wegen Corona. Friedrich Merz will CDU-Chef werden. Wieder einmal.

Ja, er stehe vor seinem dritten Anlauf in drei Jahren, erklärt der 66-Jährige Dienstagnachmittag bei einer Pressekonferenz. Dennoch ist aus seiner Sicht diesmal fast alles anders: Die CDU werde erstmals ihre Mitglieder zum Vorsitz befragen – und sie befindet sich in der Opposition.

Neben dem Klimawandel, Vereinbarkeit von Ökonomie und Ökologie, zählt er die Außen- und Sicherheitspolitik sowie die Zukunft der Bundeswehr als wichtige Themen auf. Besonders gehe es ihm aber um die soziale Gerechtigkeit, da sei die CDU „nicht gut genug aufgestellt“.

Ein neuer Merz?

Um all das anzugehen, brauche es ein Team, so Merz. Wer sich an seine Bewerbung 2019 erinnert, wird erstaunt sein: Damals präsentierte er sich als Einzelkämpfer („Ich spiele hier auf Sieg und nicht auf Platz“). Nun klingt er etwas demütiger. #TeamCDU steht hinter ihm an der Wand: Als Mitstreiter stellt er den früheren Berliner Sozialsenator Mario Czaja vor, der Generalsekretär werden soll. Christina Stumpp, Landespolitikerin aus Baden-Württemberg, könnte Stellvertreterin werden, dafür muss die CDU erst ihre Satzung ändern. Die Frage, warum nicht sie als Generalsekretärin kandidiere, beantwortet Merz für sie: Es habe mit der familiären Situation zu tun.

Ein anderes Etikett, das ihm anhaftet, versucht er loszuwerden: „Es wird mit mir hier keinen Rechtsruck in der Union geben“, betonte er – wohl in Richtung Norbert Röttgen. Der CDU-Außenpolitiker tritt mit Franziska Hoppermann als Generalsekretärskandidatin an und erklärte sich zum „Mann der Mitte“ – einer, der es ebenfalls noch mal wissen will. 2019 schied er in der ersten Runde aus. Bleibt abzuwarten, ob der einzig Neue im Bewerber-Bund, Kanzleramtschef Helge Braun, Überraschendes liefert.

S. Lumetsberger, Berlin

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