Politik | Ausland 10.05.2018

Merkel telefonierte mit Rouhani: Iran steht zu Atomabkommen

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Merkel forderte dabei den Iran auf, zur Deeskalation in der Region beizutragen.

Kanzlerin Angela Merkel hat in einem Telefonat mit dem iranischen Präsidenten Hassan Rouhani bekräftigt, wie auch Frankreich und Großbritannien an dem Atomabkommen mit dem Land festzuhalten. Dafür müsse aber auch die Regierung in Teheran ihre Verpflichtungen aus dem Abkommen weiter erfüllen. Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert redete die CDU-Vorsitzende am Donnerstagnachmittag mit Rouhani.

Die Kanzlerin sprach sich demnach dafür aus, im erweiterten Kreis beteiligter Staaten Gespräche mit dem Iran zu dessen ballistischem Raketenprogramm sowie zu seinen Regionalaktivitäten unter anderem in Syrien und Jemen aufzunehmen. Merkel verurteilte Seibert zufolge zugleich die nächtlichen iranischen Angriffe auf israelische Militärstellungen auf den Golanhöhen und forderte den Iran auf, zur Deeskalation in der Region beizutragen.

Zuvor hatte bereits Russland berichtet, dass der Iran  seinen Verpflichtungen aus dem Atomabkommen weiterhin nachkommen will. "Wir haben eine entsprechende Zusicherung von der iranischen Seite bekommen", sagte der russische Vizeaußenminister Sergej Riabkow am Donnerstag in Teheran. Er habe sich zuvor mit seinem iranischen Kollegen getroffen, teilte das Außenministerium mit.

US-Präsident Donald Trump hatte trotz scharfer Kritik angekündigt, aus dem Abkommen mit dem Iran von 2015 auszusteigen und die Sanktionen gegen Teheran wieder hochzufahren. Deutschland zählt zu den Unterzeichnerstaaten der Vereinbarung mit dem Iran.

( Agenturen , and ) Erstellt am 10.05.2018