Meinl-Reisinger sprach mit IAEA-Chef: Keine Atomanlagen im Iran getroffen

Österreichs Außenministerin telefonierte mit dem Chef der Internationalen Atomenergiebehörde über die Situation im Iran. Atomanlagen seien dort bisher keine getroffen worden, heißt es.
Ein Mann im Anzug spricht gestikulierend am Mikrofon, eine Frau steht im Hintergrund neben ihm.

Nachdem die USA und Israel am Samstag gemeinsam einen Großangriff auf den Iran gestartet hatten, war zunächst unklar, ob auch iranische Atomanlagen bei den Luftschlägen ins Visier genommen wurden, wie zuletzt bei den US-amerikanischen Luftschlägen im Juni 2025.

Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (Neos) telefonierte am Nachmittag mit Rafael Grossi, dem Generaldirektor der in Wien ansässigen Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) über die Sicherheitslage im Iran

"Der Generaldirektor der Internationalen Atombehörde Rafael Grossi hat mich eben telefonisch informiert: Nach derzeitigem Stand wurden bislang keine nuklearen Anlagen im Iran getroffen", heißt es in einem Statement der Außenministerin, das dem KURIER vorliegt. "Das ist wichtig, aber noch keine Entwarnung. Er hat mir versichert, dass die IAEA die Lage sehr genau beobachtet."

"Wien steht weiterhin als Verhandlungsort bereit"

Es sei "klar, dass das iranische Regime keine Atomwaffen besitzen darf", so Meinl-Reisinger. "Aber dazu ist es weiterhin notwendig, an einer diplomatischen Lösung zu arbeiten. Alle Seiten müssen an den Verhandlungstisch zurückkehren."

Für die kommende Woche waren ursprünglich weitere Gespräche zwischen Vertretern der iranischen und US-Regierung in Wien angedacht gewesen. Dazu sagt die Außenministerin: "Wir sind bereits in den letzten Tagen aktiv geworden, um technische Gespräche über das iranische Atomprogramm in Wien zu ermöglichen und stehen weiterhin bereit, diese Möglichkeit zur Deeskalation offen zu halten. Wien steht weiterhin als Verhandlungsort bereit."

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