Politik | Ausland
09.09.2017

Jetzt will auch Macron mehr Druck auf Nordkorea

Frankreichs Präsident sicherte Japan Solidarität zu.

Frankreich, die USA und Japan haben sich am Samstag für eine entschlossene Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf den jüngsten Atomtest Nordkoreas ausgesprochen. Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte, die "wiederholten Provokationen" der Regierung in Pjöngjang seien "eine Gefahr für den Frieden und die internationale Sicherheit".

Die drei Staats- und Regierungschefs unterstrichen laut dem Pariser Präsidialamt die Bedeutung eines gemeinsamen Vorgehens. Für Montag haben die USA eine Abstimmung im UN-Sicherheitsrat über neue Sanktionen gegen Nordkorea beantragt. Trumps Regierung will einem Entwurf zufolge unter anderem ein Ölembargo durchsetzen und nordkoreanische Textilexporte unterbinden.

Bangen vor nächstem Test

Frankreich hat wie die USA, Großbritannien, Russland und China ein Vetorecht im UN-Sicherheitsrat. Erst am Freitag bemühte sich die Volksrepublik, die schärferen Sanktionen zögerlich gegenüber steht, um Frankreich als Verbündeten bei der Suche nach einer diplomatischen Lösung des Konflikts. Er hoffe, dass Frankreich eine "konstruktive Rolle" einnehmen könne, um Gespräche wieder in Gang zu bringen, sagte der chinesische Präsident Xi Jinping am Freitag laut dem Staatsfernsehen in einem Telefonat mit Macron.

Wie das französische Präsidialamt weiter mitteilte, sicherte Macron am Samstag zudem Abe seine Solidarität zu. Über Japan war in jüngster Zeit eine der Raketen hinweggeflogen, die Nordkorea gestartet hatte. Der seit Jahren schwelende Konflikt um Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm hatte sich zuletzt verschärft, als die Regierung in Pjöngjang den bisher größten Atomtest durchführen ließ. Es wurde damit gerechnet, dass Nordkorea am Wochenende anlässlich von Nationalfeierlichkeiten mit einem weiteren Raketentest nachlegen könnte.