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Politik Ausland
02/07/2020

Italien und Spanien wollen "EU-Migrationspakt" unterstützen

Die beiden Außenminister trafen sich am Freitag in Madrid.

Italien und Spanien wollen eine Führungsrolle bei der Ausarbeitung eines neuen europäischen Migrationspaktes spielen. "Wir arbeiten schon seit einigen Wochen daran", erklärte der italienische Außenminister, Luigi Di Maio, bei einem Treffen mit seiner spanischen Amtskollegin, Arancha Gonzalez Laya, am Freitag in Madrid.

Italien und Spanien seien an der Arbeit, um ein Dokument zum Thema Migration zu entwerfen, das zum neuen Migrationspakt beitragen soll. Di Maio äußerte die Hoffnung, dass auch die anderen südeuropäischen Länder das Dokument unterschreiben werden.

"Niemand kennt das Migrationsphänomen besser als wir, da wir die EU-Außengrenze bilden. Niemand hat mehr Wissen als wir, um dieses Problem in den Griff zu kriegen. Daher wollen wir unseren Beitrag leisten", erklärte der italienische Außenminister laut italienischen Medienangaben.

"Diplomatische Lösung" für Libyen

Zu den zentralen Gesprächspunkten zwischen den beiden Außenministern zählte auch die Situation in Libyen. Di Maio äußerte die Hoffnung, dass dank der Kooperation zwischen Italien und Spanien die EU eine "diplomatische Lösung" für die Krise in Libyen finden könne. "Europa hat bei einem Krieg in Libyen am meisten zu verlieren", warnte Di Maio.

"Italien und Spanien werden eine entscheidende Rolle in der neuen europäischen Mission zur Einhaltung des Waffenembargos in Libyen spielen. Da wir die Dynamik in Zusammenhang mit solchen Missionen im Mittelmeerraum kennen, wollen wir dazu beitragen, dass diese Mission so effizient wie möglich sein kann", erklärte Di Maio.

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