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Wieder Toter nach Schießerei bei Einsatz von US-Einwanderungsbehörde ICE

Erst vor wenigen Tagen erschossen ICE-Beamte einen Mann in Houston, Texas.
Police and emergency vehicles are seen outside the Dennis M Lynch Arena, an indoor ice skating rink, after a shooting in Pawtucket

Bei einem Einsatz unter Beteiligung der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE ist Medienberichten zufolge erneut ein Mensch getötet worden. Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Biddeford im Bundesstaat Maine, wie US-Medien am Montag unter Berufung auf den dortigen Sprecher des Repräsentantenhauses berichteten. Weitere Einzelheiten zu den Hintergründen wurden zunächst nicht bekannt.

Es ist der zweite tödliche Vorfall dieser Art binnen weniger Tage. Am vergangenen Dienstag hatte ein ICE-Beamter in Houston im Bundesstaat Texas einen Autofahrer erschossen. Bei dem Getöteten handelte es sich um einen mexikanischen Staatsbürger. Nach Angaben der Behörde hatte der Mann versucht, sich während einer gezielten Fahndungsaktion der Festnahme zu entziehen. ICE behauptet, der Mann habe ein Dienstfahrzeug gerammt und versucht, einen Beamten zu überfahren, woraufhin dieser in Notwehr geschossen habe.

Der Sohn des Getöteten erklärte dem Sender Telemundo Houston dagegen, sein Vater habe in der Gegend Arbeiter anwerben wollen. Aufnahmen einer Überwachungskamera zeigten eine Person, die nach dem Vorfall neben einem weißen Lieferwagen am Boden lag. Das Vorgehen von ICE hat in diesem Jahr bereits mehrfach für Entsetzen und Unverständnis gesorgt.

ICE-Beamte töteten bereits mehrere Personen

Vor allem das brutale Gebaren der Einwanderungsbehörde in Minneapolis, wo ICE-Beamte im Januar zwei US-Staatsbürger erschossen hatten, sorgte für Empörung. Die tödlichen Schüsse führten zu einer Eskalation der Lage und wochenlangen Protesten in der Region Minneapolis-St. Paul.

Unter dem Druck der Demonstrationen fuhr die US-Regierung ihren umstrittenen Großeinsatz gegen illegale Einwanderung in dem Bundesstaat im Februar zunächst deutlich zurück und beendete ihn schließlich. US-Präsident Donald Trump hatte Ende Januar rund 3.000 bewaffnete ICE-Beamte für die sogenannte „Operation Metro Surge“ entsandt. Der demokratische Gouverneur Tim Walz hatte das Vorgehen der Bundesbehörden scharf kritisiert. Der Grenzschutzbeauftragte Tom Homan begründete das Ende des Einsatzes schließlich mit einer engen Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden.

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