Politik | Ausland
06.11.2017

Häme für Trump nach Karpfen-Fütterung

US-Präsident sorgt mit Fotos vom Japan-Besuch für Belustigung. Inhaltlich standen die Nordkorea-Krise und der Handel im Fokus.

Anfangs gab sich Donald Trump noch Mühe, gemeinsam mit Japans Premier Shinzo Abe den Koi-Karpfen in einem Teich nur einzelne Prisen Fischfutter zu verabreichen. Doch dann verlor der US-Präsident offenbar die Geduld und leerte die ganze Schachtel aus. Fotos von seinem Japan-Besuch brachten Trump Kritik und Häme ein, weil Fische keine große Nahrungsmengen auf einmal aufnehmen können. "Trump kann nicht einmal richtig Fische füttern", schrieb ein User auf Twitter.

Wenn man sich die ganze Szene ansieht, wird aber klar, dass Trump in diesem Fall sehr wohl abgewartet hatte, wie sich sein Gastgeber Abe verhielt. Und dieser kippte zuerst eine größere Futtermenge in den Pool.

Erneut Drohungen an Nordkorea

Inhaltlich ging es auf der ersten Station der zwölftägigen Asienreise des US-Staatschefs vor allem um die Nordkorea-Krise. Trump drohte abermals: Die strategische Geduld der USA sei zu Ende. Bereits zuvor hatte er jeden Dialog mit dem Regime unter Kim Jong-un als sinnlos abgetan. Premier Abe, mit dem der US-Präsident auch eine Runde Golf spielte, betonte, die eigene Verteidigungskraft "qualitativ und quantitativ" erhöhen zu wollen – durch "Anschaffungen aus den USA".

Das dürfte den "America-first"-Präsidenten freuen. Dennoch bekräftigte er seinen Vorwurf, Japan würde unfaire Handelspraktiken anwenden. Deshalb habe er das transpazifische Freihandelsabkommen gekündigt.

Nach einem Besuch bei Kaiser Akihito reisten Trump und Ehefrau Melania nach Südkorea weiter, wo das Paar morgen (Ortszeit) erwartet wird.