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Politik Ausland
06/23/2021

Foto: Vermisste Dubai-Prinzessin Latifa soll in Europa in Freiheit sein

Latifa al-Maktum ist angeblich frei und "kann reisen, wohin ich will". Ihre Unterstützer halten die Erklärung für authentisch und haben die Kampagne für ihre Befreiung ausgesetzt.

von Irene Thierjung

Zwei Frauen in Urlaubslaune, aufgenommen auf dem Flughafen der spanischen Hauptstadt Madrid. Ein Bild, das nicht weiter ungewöhnlich wäre, zeigte es nicht allem Anschein nach die seit 2018 gefangen gehaltene Latifa al-Maktum, Tochter des Emirs von Dubai. 

Einen Tag, nachdem das Foto auf Instagram aufgetaucht war, veröffentlichten die Anwälte der Prinzessin am Dienstag laut dem britischen Guardian ein Statement. Es soll von Latifa selbst stammen. Die 35-Jährige erklärt darin, sie könne nun reisen, "wohin sie wolle".

Sie habe mit ihrer Freundin Sioned Taylor, einer Britin, bereits drei europäische Länder besucht, teilt Latifa in dem Dokument mit: "Ich habe sie gebeten, ein paar Fotos zu posten, damit meine Unterstützer sehen können, dass ich reisen kann, wohin ich will. Ich hoffe, ich kann nun mein Leben in Frieden leben, ohne Kontrolle durch die Medien." 

"Zunehmende Freiheit"

Latifa al-Maktum, eines der mehr als 20 Kinder des mächtigen Herrschers von Dubai, war 2018 verschleppt worden, als sie mithilfe ihrer besten Freundin Tiina Jauhiainen aus dem Emirat fliehen wollte. Auf hoher See wurden die Frauen von Soldaten der Vereinigten Arabischen Emirate und Indiens überfallen.

Latifa wurde - wie 18 Jahre zuvor bereits ihre ältere Schwester - gegen ihren Willen nach Dubai gebracht, wo sie die vergangenen drei Jahren in Gefangenschaft verbrachte. Jauhiainen und andere Freunde der jungen Frau starteten eine weltweite Kampagne zur Befreiung Latifas. 

"Wir freuen uns zu sehen, dass Latifa offenbar im Besitz ihres Passes ist, reisen und zunehmende Freiheit genießen kann", teilte David Haigh, einer der Initiatoren der #FreeLatifa-Kampagne am Dienstag mit. Er könne bestätigen, dass einige MitgIieder des Unterstützerteams direkt von Latifa kontaktiert worden seien.

Weitere Kommentare werde man vorerst nicht abgeben, so Haigh, das "einzige Ziel" der Kampagne sei weiter, Latifas Wohlergehen zu sichern. Seit Mai, als Bilder von Latifa in einem Einkaufszentrum in Dubai aufgetaucht waren, arbeite man daran, Garantien für eine anhaltende Freiheit der Prinzessin zu bekommen. Die Kampagne für ihre Befreiung werde aber bis auf weiteres ausgesetzt.

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