© APA/AFP/HOSHANG HASHIMI

Politik Ausland
11/10/2021

Ex-Minister: Afghanische Armee war nie so groß wie behauptet

Tatsächlich habe es höchstens ein Sechstel der angeblich 300.000 Mann gegeben, die übrigen seien "Geistersoldaten" gewesen.

Die afghanische Armee verfügte laut einem ehemaligen Finanzminister des Landes vor der Machtübernahme der Taliban nur über einen Bruchteil der angeblich unter Waffen stehenden Soldaten.

Tatsächlich habe es allenfalls ein Sechstel der behaupteten 300.000 Soldaten und Polizisten gegeben, sagte Khalid Payenda am Mittwoch der britischen BBC. Grund dafür seien korrupte Offiziere gewesen, die für "Geistersoldaten" Mittel von der Zentralregierung in Kabul erhielten. Den ins Exil geflohenen ehemaligen Präsidenten Ashraf Ghani verteidigte Payenda jedoch gegen Korruptionsvorwürfe.

Die militant-islamistischen Taliban hatten im August in atemberaubender Geschwindigkeit noch vor dem geplanten Total-Abzug der US- und NATO-Truppen die Macht in Afghanistan übernommen. Die afghanische Armee überließ ihnen beinahe kampflos das Feld. Die von den USA angeführte westliche Militärallianz, die über Jahre eine schlagkräftige afghanische Armee aufbauen wollte, musste die Hauptstadt Kabul zuletzt in einer chaotischen Evakuierungsmission verlassen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.