Vranitzkys internationale Konferenz in Wien

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Foto: KURIER /gruber franz Vranitzky ist Gastgeber einer hochrangigen Konferenz in Wien.

Der ehemalige Bundeskanzler lädt zu einer internationalen Konferenz über Religion, Ethik & Politik.

Zu einem interreligiösen Dialog über "Ethik in Entscheidungsprozessen" kommt am 26. und 27. März eine hochkarätige internationale Runde in Wien zusammen. Als Ko-Vorsitzender des InterAction Council (IAC), eines Zusammenschlusses ehemaliger Staats- und Regierungschefs, lädt der ehemalige Bundeskanzler Franz Vranitzky zu dieser Konferenz ein.

Die Veranstaltung findet zu Ehren des deutschen Ex-Bundeskanzler Helmut Schmidt statt. "Es ist eine Reverenz an Helmut Schmidt und seinen 95. Geburtstag", erklärt Vranitzky dem KURIER. Schmidt habe sich bei einem IAC-Treffen im Jahr 1987 intensiv mit dem Gegeneinander und Nebeneinander der Weltreligionen beschäftigt, deswegen die Themenauswahl.

Vranitzky möchte aber den Bogen inhaltlich weiter spannen und auch die Frage der Ethik in politischen Entscheidungsprozesses aufwerfen sowie einen Bezug zu den aktuellen Krisenregionen in der Nachbarschaft der EU (Ukraine, Krim, Russland) herstellen. "Zu ethischen Grundsätzen gehört auch ein verständnisvolles Verhalten gegenüber dem Nachbarn", betont Vranitzky.

Ihr Kommen zugesagt haben: Frankreichs Ex-Staatspräsident Valéry Giscard d’Estaing, Kanadas Ex-Ministerpräsident Jean Chrétien, der frühere Ministerpräsident Australiens, Malcolm Fraser, Japans Ex-Premier Yasuo Fukuda.

Das IAC wurde 1983 von Helmut Schmidt in Wien gegründet, einmal pro Jahr kommen die IAC-Mitglieder zusammen. Ihre Problemanalysen zu aktuellen Themen und Empfehlungen leiten die ehemaligen politischen Leader den amtierenden Regierungschefs weiter.

Geht es nach einer aktuellen Umfrage der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE), die dem KURIER vorliegt, dann dürfte die Wahlbeteiligung bei der EU-Wahl am 25. Mai höher liegen als bei der Europa-Wahl im Jahr 2009. Damals lag sie in Österreich bei 46 Prozent,EU-weit bei 43 Prozent.52 Prozent der Bürger (Stichprobe 598 Personen) gaben bei einer Befragung Ende Februar/Anfang März an, "ganz sicher" wählen gehen zu wollen.

Auffallend ist, dass 63 Prozent der Männer sagen, "sicher" an der Wahl teilnehmen zu wollen, bei den Frauen sind es 42 Prozent. Hoch ist die Bereitschaft zu wählen in Kärnten (71 Prozent wollen "sicher" zur Wahl gehen), am niedrigsten ist sie in Salzburg (34 Prozent).

Acht Prozent der Befragten sagen, dass sie "ganz sicher nicht" wählen werden, sieben Prozent geben an, dass sie "eher nicht" an der Wahl teilnehmen werden. Jene, die nicht wählen wollen, halten die EU-Wahl für "nicht wichtig" (62 Prozent).

ÖGfE-Chef Paul Schmidt erklärt das Umfrage-Ergebnis: "Um eine höhere Wahlmotivation zu erreichen, muss verstärkt über die Bedeutung der EU-Wahl informiert werden." Wichtig sei zu zeigen, dass selbst bei 380 Millionen Wahlberechtigten europaweit die eigene Stimme und jene Österreichs zählt." Österreich wird im neu gewählten EU-Parlament 18 von insgesamt 751 Abgeordneten stellen.

margaretha.kopeinig@kurier.at

(kurier) Erstellt am
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