EU-Parlament will spezielles Visa-Programm für afghanische Frauen

EU-Parlament will spezielles Visa-Programm für afghanische Frauen
Abgeordnete verlangen, dass EU-Staaten Asylanträge neu bewerten. Österreich weigert sich weiterhin, Flüchtlinge aufzunehmen.

Das EU-Parlament drängt auf ein Visa-Programm speziell für afghanische Frauen, die von den radikal-islamistischen Taliban bedroht sind. Entsprechende Forderungen verabschiedeten die Abgeordneten am Donnerstag. In der rechtlich nicht bindenden Resolution pocht das Straßburger Parlament darüber hinaus darauf, dass die EU-Staaten aktuelle und vor Kurzem eingereichte Asylanträge von Afghanen, auch abgelehnte, neu bewerten.

Das Europaparlament forderte auch die Wiederaufnahme koordinierter Evakuierungen aus Afghanistan. Dafür müssten "alle Hebel in Bewegung gesetzt werden", mahnten die Abgeordneten in der Entschließung. Das UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) soll demnach bei der Einrichtung sicherer Fluchtkorridore und der Wiederöffnung des Flughafens in Kabul und der Landesgrenzen eine zentrale Rolle spielen.

Österreich weiterhin gegen Aufnahme

Unter keinen Umständen dürften derzeit Menschen nach Afghanistan abgeschoben werden. Die EU-Kommission erwartet eine beträchtliche Fluchtbewegung. Österreich weigert sich strikt, afghanische Flüchtlinge aufzunehmen.

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