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EU-Kommission
03/26/2013

Soziale Krise in Europa verschlimmert sich

Zwischen Nord- und Südländern entsteht soziale Kluft. Die Jugendarbeitslosigkeit erreicht neue Rekordhöhe.

Die Sparpolitik zur Bekämpfung der Schuldenkrise in der EU hat nach Angaben der EU-Kommission immer weitreichendere Folgen für die Situation an den Arbeitsmärkten und in Privathaushalten. "Die soziale Krise in Europa verschlimmert sich weiter", erklärte Arbeits- und Sozialkommissar Laszlo Andor am Dienstag in Brüssel mit Blick auf Daten zur Beschäftigung und sozialen Lage aus den vergangenen Monaten.

Die Arbeitslosigkeit stieg im Jänner auf ein neues Rekordhoch von EU-weit mehr als 26 Millionen Menschen und eine Rate von 10,8 Prozent, wie aus dem von Andor vorgestellten Bericht hervorgeht.

Der Negativrekord ist kein Ausrutscher, sondern liegt im Trend: Die Arbeitslosigkeit nahm dem Bericht zufolge seit Frühjahr 2011 stetig zu, 3,7 Millionen Menschen hätten allein seit April 2011 in der EU ihren Job verloren. In den Ländern mit der Gemeinschaftswährung Euro stieg die Arbeitslosigkeit demnach noch stärker an als im europäischen Durchschnitt.

Junge: 23,6 Prozent arbeitslos

Besonders dramatisch trifft die Krise den Nachwuchs. Die Jugendarbeitslosigkeit erreichte im Jänner eine Rekordhöhe von 23,6 Prozent. Junge Menschen seien auch über immer längere Zeiträume arbeitslos, heißt es in einer dem Bericht beigefügten Mitteilung. "Dieser Trend birgt ein ernsthaftes Risiko, nämlich dass jungen Menschen auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft allgemein den Anschluss verlieren", warnt die Kommission.

Die Kommission beklagt auch eine regionale Kluft zwischen den nördlichen Ländern des Euroraums und den EU-Staaten im Süden oder am Rand der Union. Die Arbeitslosenzahlen waren Anfang 2013 in den südlichen und Rand-Staaten im Schnitt um zehn Prozentpunkte höher als in den nördlichen Ländern - so groß war die Kluft Brüssel zufolge noch nie. Deutschland konnte einen Zuwachs bei den Beschäftigten verbuchen, der laut EU-Zahlen 2012 bei 0,8 Prozent lag.

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