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Politik Ausland
02/03/2021

Es brennt wieder in Australien: Angst vor Vorjahres-Katastrophe

In der Millionenmetropole Perth breiten sich Feuer aus. Hunderte Menschen fliehen. Droht eine Katastrophe wie im Vorjahr?

von Konrad Kramar

Diesmal ist es Perth. In den Vorstädten der Metropole im Westen des Landes breiten sich die Buschfeuer unaufhaltsam aus: 9000 Hektar Land und mehr als 70 Häuser sind bereits zerstört, Hunderte Menschen mussten ihre Häuser verlassen, um sich in Sicherheit zu bringen. In Australien rufen die Feuer sofort Erinnerungen an das Vorjahr wach, als Buschfeuer in nie dagewesenem  Ausmaß vor allem die Ostküste des Landes verwüsteten.

Noch bis zu fünf Tage

Tote habe es bisher nicht gegeben, sagte Darren Klemm von der Feuerwehr Westaustralien am Mittwoch vor Journalisten. „Das Feuer wird noch mindestens die nächsten drei, vier oder fünf Tage eine Herausforderung sein“, warnte er. Die Metropole ist Australiens viertgrößte Stadt mit etwa zwei Millionen Einwohnern.

Windböen mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Kilometern pro Stunde erschwerten die Löscharbeiten. Erst zum Wochenende werden demnach bessere Wetterbedingungen erwartet. Mehr als 300 Feuerwehrleute kämpften gegen die Flammen an. Auch die Corona-Pandemie - Perth ist mitten in einem Lockdown - erschweren die Arbeit der Feuerwehr und der Rettungsdienste.
Das sogenannte Woorooloo-Feuer war am Montag aus bisher unbekannter Ursache ausgebrochen und hatte seine Größe in der Nacht zum Dienstag verdoppelt.

Sommerhitze

In Australien ist derzeit Sommerzeit, in Perth herrschten am Mittwoch Temperaturen um die 30 Grad Celsius. Bereits Anfang Januar hatten nördlich der Stadt Feuer gewütet. Dabei verbrannten bereits Tausende Hektar Buschland. 

Katastrophe im Vorjahr

Die Australier hoffen, von einer Feuerkatastrophe wie im vergangenen Jahr verschont zu bleiben. Verheerende Buschbrände hatten von August 2019 bis März 2020 in sechs der insgesamt acht australischen Bundesstaaten und Territorien über zwölf Millionen Hektar Land verwüstet. Mehr als 30 Menschen starben, fast 3 Milliarden Tiere wurden laut Umweltorganisation WWF geschädigt oder getötet.

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