Politik | Ausland 03.09.2017

Greifen die USA Nordkorea an? Trump: "Wir werden sehen"

Präsident von der USA Donald Trump © Bild: AP/Carolyn Kaster

Wäre sechster Atomwaffentest und angeblich zweiter Test von H-Bombe entgegen aller UNO-Sanktionen. Beben auch in China zu verspüren. Seoul und Peking protestierten scharf. US-Präsident erneuert nach Atomwaffentest auch Kritik an China.

Trotz aller internationaler Sanktionen hat Nordkorea seinen bisher größten Atomwaffentest unternommen. Wie Staatsmedien am Sonntag in Pjöngjang berichteten, sei eine Wasserstoffbombe getestet worden, die weit stärker als herkömmliche Atomsprengsätze ist. Der Test sei erfolgreich verlaufen.

>>> Wie funktioniert eine Wasserstoffbombe?

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Karte Nordkorea, Atomanlagen und Testgelände, Stärke der Erschütterung durch Atomtests seit 2006 GRAFIK 0890-17, 88 x 72 mm © Bild: APA

Mit der Bombe könne auch eine neue Interkontinentalrakete (ICBM) bestückt werden, berichtete Nordkoreas Staatsfernsehen laut der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap. Südkorea und Japan bestätigten den neuen unterirdischen Atomversuch und verurteilten ihn scharf.

Trump: "Sehr feindlich und gefährlich"

Der insgesamt sechste Atomtest ist eine massive Provokation des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un in den stark gewachsenen Spannungen mit den USA und den Ländern in der Region.

Am Sonntag bezeichnete Trump hat den jüngsten Atomwaffentest Nordkoreas als "sehr feindlich und gefährlich" für die USA bezeichnet. Pjöngjang sei eine "große Bedrohung und Peinlichkeit" auch für China, "das versucht zu helfen, aber mit wenig Erfolg", schrieb Trump im Kurzbotschaftendienst Twitter. Eine Politik der Befriedung mit Pjöngjang "funktioniert nicht". Als ihn ein Journalist fragte, ob die USA nun Nordkorea angreifen werden, sagte der US-Präsident: "Wir werden sehen."

https://twitter.com/NBCNews/status/904371898636681216 NBC News (@NBCNews

"Sie (die nordkoreanische Führung, Anm.) verstehen nur eines!", twitterte Trump. Er nannte Nordkorea nach dessen jüngstem "bedeutendem Atomwaffentest" einen Schurkenstaat, "dessen Worte und Taten weiterhin sehr feindselig und gefährlich für die Vereinigten Staaten sind".

"Südkorea merkt gerade, wie ich ihnen gesagt habe, dass ihre Sprache der Beschwichtigung mit Nordkorea nicht funktionieren wird, die verstehen nur eine Sache!", schrieb der US-Präsident.

US-Präsident Donald Trump hat zuletzt "militärische Optionen" nicht ausgeschlossen, um Nordkorea daran zu hindern, sein Atom- und Raketenprogramm weiter zu entwickeln. Auch hatte der US-Präsident mit "Feuer und Wut" gedroht, was Sorgen vor einem verheerenden bewaffneten Konflikt anfachte.

Erdbeben der Stärke 6,3

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Japan Meteorological Agency's earthquake and tsunami observations division director Toshiyuki Matsumori points at graphs of grou… © Bild: REUTERS/TORU HANAI

Erste seismische Hinweise auf den unterirdischen Atomversuch gab ein Erdbeben der Stärke 6,3 in der Provinz Nord-Hamgyong im Nordosten, wo auch frühere Nuklearversuche unternommen worden waren. Auch im Nordosten Chinas bebte die Erde. Das chinesische Erdbebenamt berichtete wenig später ein zweites Erdbeben der Stärke 4,6 in Nordkorea, bei dem offenbar Hohlräume in der Erde zusammengebrochen waren.

Stichwort: Drei Typen im Vergleich
ATOMBOMBE: Als ihr wichtigster "Vater" gilt der Amerikaner Robert Oppenheimer. Die ersten Atombombenabwürfe am 6. und 9. August 1945 auf Hiroshima und Nagasaki beendeten den Zweiten Weltkrieg in Asien. Atomwaffen werden mit radioaktivem Plutonium oder Uran hergestellt. Die Kettenreaktion bei ihrer Explosion setzt Energie als Hitze, Druck und Strahlung frei. In kurzer Zeit können Hunderttausende getötet und ganze Landstriche verwüstet werden. Die radioaktive Strahlung verursacht gesundheitliche Langzeitschäden
WASSERSTOFFBOMBE: Die Wasserstoffbombe, auch H-Bombe genannt, wurde unter Leitung von Edward Teller in den USA entwickelt und erstmals 1952 auf einem Atoll im Pazifik gezündet. Die Sprengkraft ist noch um ein Vielfaches größer als bei einer Atombombe. Sie setzt Energie aus einer Kernverschmelzung frei. Bei dieser Fusion verschmelzen unter anderem die Wasserstoff-Isotope Deuterium und Tritium zu Helium. Zur Zündung des Gemischs sind mehr als 100 Millionen Grad erforderlich. Deshalb enthält eine H-Bombe als Zünder eine Atombombe

NEUTRONENBOMBE: Neutronenwaffen vernichten Lebewesen bei geringen Materialschäden. Beruht die Wirkung herkömmlicher Atomwaffen vor allem auf der Druck- und Hitzewelle, geben Neutronenwaffen die meiste Energie in Form harter Neutronenstrahlung ab. Sie führt je nach Intensität innerhalb von Minuten oder Wochen zum Tod. Gebäude bleiben unversehrt. Der Fallout (radioaktiver Niederschlag) der 1958 von dem Amerikaner Samuel Cohen entwickelten Waffe ist gering: Einen Tag nach der Explosion kann das betroffene Gebiet gefahrlos betreten werden.

Der staatliche chinesische Fernsehsender CCTV berichtete von spürbaren Erschütterungen in der Stadt Changchun, die etwa 400 Kilometer von Nordkoreas Atomwaffen-Testgelände entfernt liegt. In größerer Nähe zur nordkoreanischen Grenze berichteten zahlreiche Internetnutzer von starken Beben, die sie dazu zwangen, ihre Häuser zu verlassen.

Ich habe meine Unterhose angezogen und bin einfach nur gerannt.

Nutzer des chinesischen Twitter-Pendants Weibo berichteten in der 650.000 Einwohner zählenden Grenzstadt Yanji, das 20 Kilometer von Nordkorea entfernt liegt, von starken Erschütterungen. "In Yanji haben wir das Beben zehn Sekunden lang gespürt", schrieb ein Nutzer des Kurzmitteilungsdiensts. Ein anderer berichtete: "Ich habe meine Unterhose angezogen und bin einfach nur gerannt. Und als ich im ersten Stock ankam, sah ich: Ich bin nicht der einzige, der nur in Unterhose wegrennt."

In den an Nordkorea angrenzenden russischen Gebieten wurde nach Behördenangaben keine erhöhte Radioaktivität registriert. Die Strahlung in der Region Primorski liege weiterhin "im normalen Bereich", erklärte die zuständige Überwachungsbehörde Primgidromet.

Kim und die H-Bombe

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This undated picture released by North Korea's official Korean Central News Agency (KCNA) on September 3, 2017 shows North Korea… © Bild: APA/AFP/KCNA VIA KNS/STR

Nordkorea hatte auch nach dem Test im Jänner des vergangenen Jahres von einem Wasserstoffbombentest gesprochen. Experten hatten allerdings stark die Angaben bezweifelt. Unmittelbar vor dem Test am Sonntag hatte Machthaber Kim Jong-un bei einem Besuch im staatlichen Atomwaffeninstitut vorgegeben, jetzt auch eine Wasserstoffbombe zu besitzen, die auf eine Interkontinentalrakete montiert werden könne.

Als Reaktion riefen die Regierungen in Südkorea und Japan jeweils ihre nationalen Sicherheitsberater zusammen. Ministerpräsident Shinzo Abe hatte zuvor in Tokio erklärt, sollte es sich bei dem Erdbeben in Nordkorea tatsächlich um einen Atomtest gehandelt haben, sei dies absolut inakzeptabel. Man werde aufs Schärfste protestieren.

Südkorea drängt auf UNO-Sanktionen

Südkorea forderte noch härtere internationale Sanktionen gegen Nordkorea. Seoul werde alle diplomatischen Maßnahmen ergreifen, um Nordkorea komplett zu isolieren, teilte die Regierung am Sonntag nach einer Dringlichkeitssitzung des nationalen Sicherheitsrats mit. Dazu werde Südkorea auch auf neue Sanktionen des UNO-Sicherheitsrats hinwirken. Pjöngjang wurde eine "rücksichtslose Provokation" vorgeworfen. Zusammen mit dem Verbündeten USA will Seoul den Angaben zufolge auch über die Verlegung "der stärksten taktischen Waffen" nach Südkorea diskutieren. Ob damit die erneute Stationierung von taktischen Atomwaffen gemeint war, blieb jedoch unklar.

Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums äußerte in Peking "den entschiedenen Widerstand" des Landes. Man verurteile den Atomversuch "energisch". Nordkorea solle aufhören, "falsche Aktionen zu unternehmen, die die Situation verschlimmern". Pjöngjang solle sich an die Resolutionen der Vereinten Nationen halten und dem Willen der internationalen Gemeinschaft stellen, die eine koreanische Halbinsel ohne Atomwaffen anstrebe. Nordkorea solle an den Verhandlungstisch zurückkehren, hieß es in einer Mitteilung.

Xi erwähnte Test bei Rede auf BRICS-Gipfel nicht

China Präsident auf dem BRICS-Gipfel
Chinese President Xi Jinping speaks during the opening ceremony of the BRICS Business Forum at the Xiamen International Conferen… © Bild: REUTERS/POOL

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping erwähnte den Atomwaffentest allerdings mit keinem Wort, als er mit einer 50-minütigen Rede zur Lage in der Welt das Wirtschaftsforum des diesjährigen BRICS-Gipfels in der südostchinesischen Hafenstadt Xiamen eröffnete. Zu der Gruppe gehören Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika. Zu dem dreitägigen BRICS-Gipfel wird auch Russlands Präsident Wladimir Putin erwartet. Beobachter hatten spekuliert, dass Nordkorea in den bilateralen Gesprächen zwischen Putin und Xi Jinping eine Rolle spielen dürfte, aber China als Gastgeber vermeiden wolle, dass die Krise das Treffen überschatte.

Rakete über Japan geschossen

Der Atomversuch folgte auf den Test vergangene Woche mit einer Rakete, die über Japan geflogen ist. Die USA beraten deswegen gerade schon mit Japan oder auch den Mitgliedern im Weltsicherheitsrat über Gegenmaßnahmen. Nach dem Atomversuch sind neue Sanktionen erst recht denkbar. Peking spielt hier eine wichtige Rolle, weil rund 90 Prozent des Handels mit dem isolierten Land über China läuft.

Das Beben in Nordkorea war nach ersten Analysen der Vereinten Nationen stärker als bei dem letzten Test des Landes im Jänner vergangenen Jahres. "Sollte sich der Atomtest bestätigen, würde das zeigen, dass das Atomprogramm Nordkoreas rasch voranschreitet", sagte der Chef der in Wien Ansässigen Vorbereitenden Kommission zur Bildung der Organisation des Vertrags über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen (CTBTO), Lassina Zerbo. Er hoffe inständig, dass der jüngste Zwischenfall die letzte Warnung für die Weltgemeinschaft war, um jede Form von nuklearen Tests zu verbieten. Damit das umfassende Testverbot in Kraft tritt, müssen freilich den 1996 erzielten Vertrag u.a. auch Nordkorea oder die USA ratifizieren. Die CTBTO PrepCom hat Hunderte Überwachungsstationen sowie Speziallabors weltweit, die Erschütterungen auf dem Land, im Wasser und in der Luft registrieren, lokalisieren und an die Zentrale in Wien weiterleiten, wo sie weiter ausgewertet werden.

Nur Stunden vor dem Atomversuch hatte Nordkoreas Machthaber im Atomwaffeninstitut verkündet, seine neue Wasserstoffbombe könne auch auf eine Interkontinentalrakete (ICBM) montiert werden. Das Institut habe damit den Vorgaben der herrschenden Arbeiterpartei entsprochen, einen Durchbruch bei der atomaren Bewaffnung zu erzielen, berichteten Staatsmedien. Die Angaben ließen sich nicht unabhängig überprüfen. Es hieß, der Fortschritt basiere auf dem Erfolg, der mit dem ersten Wasserstoffbombentest im Jänner 2016 erzielt worden sei.

IAEA: "Äußerst bedauerlich"

Der Generaldirektor der ebenfalls in Wien ansässigen Internationalen Atomenergie-Agentur (IAEA), Yukiya Amano, ließ wissen, der Test sei "äußerst bedauerlich". Die Demokratische Volksrepublik Nordkorea möge sich an alle UNO-Resolutionen halten.

Bilder der nordkoreanischen Medien zeigten am Sonntag ein Foto von Kim Jong-un und hochrangigen Parteifunktionären um einen runden silbernen Behälter, der angeblich den Sprengkopf für die Rakete zeigt. Er sei "stolz auf die unbezwingbare Stärkung" der Atomstreitkräfte, wurde Kim zitiert. Nach offizieller Darstellung lässt sich die Sprengkraft der neuen Waffe von Dutzenden Kilotonnen "bis mehrere hundert Kilotonnen" variieren.

Die USA verfolgen die Entwicklung der Atomsprengköpfe und der Interkontinentalraketen besonders mit Sorge, weil sie einen Schlag gegen amerikanisches Territorium befürchten. Die Bestückung einer Langstreckenrakete oder ein Test einer Wasserstoffbombe wären weitere große Fortschritte im Atom- und Raketenprogramm des Landes, das seit Jahren strengen internationalen Sanktionen unterworfen ist.

Bisher wurde angezweifelt, dass Nordkorea bereits über die Technologie verfügt, einen Sprengkopf so zu verkleinern, dass er auf eine Rakete passt. Auch ist schwierig, dass ein solcher Sprengkopf auch den Wiedereintritt der Rakete in die Erdatmosphäre übersteht. Die Explosionskraft einer Wasserstoffbombe oder H-Bombe ist um ein Vielfaches höher als bei einer herkömmlichen Atombombe.

Insel Guam im Visier?

Das diplomatisch isolierte Nordkorea hat den USA und Südkorea schon mehrfach mit einem präventiven Atomschlag gedroht. Mehrfach wurde US-Pazifik-Insel Guam ins Visier genommen, wo die USA einen großen Militärstützpunkt unterhalten.

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Zahl der nordkoreanischen Atomtests und Raketenstarts nach Jahren und nach Reichweite der Raketen GRAFIK 0879-17, 88 x 78 mm © Bild: APA

Seit Jahrzehnten treibt Nordkorea sein Rüstungsprogramm voran. Mit der sechsten Zündung einer Atombombe am Sonntag heizt Pjöngjang die Spannungen um sein umstrittenes Atom- und Raketenprogramm weiter an. Das Programm hat eine lange Vorgeschichte:

70er Jahre

Nordkorea entwickelt eine Variante der sowjetischen Scud-B-Rakete mit einer Reichweite von rund 300 Kilometern.

80er Jahre

Nach einem ersten Raketentest 1984 wird das Programm ausgeweitet. Schließlich verfügt Nordkorea über Taepodong-2-Raketen mit einer Reichweite von mehreren tausend Kilometern.

Moratorium von 1999 bis 2005

Im September 1999 erklärt Nordkorea vor dem Hintergrund besserer Beziehungen zu den USA eine Aussetzung der Tests von Langstreckenraketen. Gespräche zwischen Washington und Pjöngjang scheitern letztlich an der nordkoreanischen Forderung von jährlich einer Milliarde Dollar als Ausgleich für einen Verzicht auf den Raketenexport. Im März 2005 beendet Nordkorea das Moratorium.

Atomwaffentests ab 2006

Am 9. Oktober 2006 unternimmt Pjöngjang nach eigenen Angaben unterirdisch den ersten Atombombentest.

Am 25. Mai 2009 zündet Nordkorea seine zweite Atombombe. Ihre Sprengkraft übersteigt jene der ersten Bombe um ein Mehrfaches.

Am 12. Februar 2016 führt Nordkorea seine dritten unterirdischen Atomwaffentest aus.

Am 6. Jänner 2016 meldet Nordkorea seine vierten Atomwaffentest und gibt dabei an, es habe sich um eine Wasserstoffbombe gehandelt. Solche thermonuklearen Sprengsätze entfalten eine besonders große Zerstörungskraft. Die meisten Experten bezweifeln aber, dass es sich tatsächlich um eine Wasserstoffbombe handelte.

Am 9. September 2016 zündet Nordkorea seine fünfte Atombombe - die Explosion ist die stärkste bis dahin gemessene.

Am 3. September 2017 führt Nordkorea seinen sechsten Atomwaffentest aus. Seine Stärke übersteigt den vorangegangenen Test abermals um ein Mehrfaches. Nach nordkoreanischen Angaben handelte es sich abermals um die "erfolgreiche" Zündung einer Wasserstoffbombe.

Raketenstarts mit Satelliten 2009 und 2012

Am 5. April 2009 startet Nordkorea eine Rakete, die Japan überquert und im Pazifik landet. Nach Darstellung Pjöngjangs ging es um den Versuch, einen Satelliten im All auszusetzen. Die USA, Südkorea und Japan sprechen hingegen von einem verdeckten Taepodong-2-Test. Am 12. Dezember 2012 setzt eine nordkoreanische Rakete einen Satelliten im All aus.

Raketenstart von einem U-Boot 2016

Im Frühling und im Sommer feuert Nordkorea U-Boot-gestützte Raketen ab. Am 8. Juli kündigen die USA und Südkorea an, das Raketenabwehrsystem THAAD gemeinsam in Südkorea aufzubauen.

Konfrontation mit US-Präsident Donald Trump 2017

Am 6. März 2017 feuert Nordkorea bei einer Militärübung für Angriffe auf US-Stützpunkte in Japan Raketen ab, die im Meer landen. Einen Tag später beginnen die USA mit dem Aufbau des Raketenabwehrsystems THAAD in Südkorea, der inzwischen von Seoul wieder gestoppt wurde. Im April und Mai folgen weitere nordkoreanische Raketentests.

Am 4. Juli, dem US-Unabhängigkeitstag, testet Nordkorea eine weitere Rakete. Pjöngjang spricht vom ersten erfolgreichen Test einer Interkontinentalrakete des Typs Hwasong-14. Experten gehen davon aus, dass sie eine potenzielle Reichweite von 6700 Kilometern hat und damit theoretisch US-Gebiet erreichen könnte.

Am 28. Juli feuert Nordkorea nach einem US-Sanktionsbeschluss zum zweiten Mal eine Interkontinentalrakete ab. Kim Jong-un brüstet sich, diese könne das "gesamte US-Festland" erreichen.

Am 2. August feuern die USA ihrerseits eine Interkontinentalrakete des Typs Minuteman III ab, die nach rund 6700 Kilometern in den Südpazifik stürzt.

Am 8. August droht Trump Pjöngjang mit "Feuer und Wut" und damit mit einem Militäreinsatz. Nordkorea droht daraufhin mit einem Raketenangriff nahe der US-Pazifikinsel Guam.

Am 26. August feuert Nordkorea drei Kurzstreckenraketen ab. Der US-Armee zufolge stürzen sie vor der Ostküste Nordkoreas ins Meer und stellen keine Gefahr für das nordamerikanische Festland und Guam dar.

Am 29. August fliegt eine nordkoreanische Rakete über Japan hinweg - und damit laut Seoul 2.700 Kilometer weit und 550 Kilometer hoch.

Am 3. September vermeldet Nordkorea seinen sechsten Atomwaffentest, seinen angebliche zweiten Test einer H-Bombe.

( Agenturen , kurier.at , sho , jk ) Erstellt am 03.09.2017