Politik | Ausland
08.11.2017

Duterte stoppt Bau von Fischer-Unterschlüpfen im Meer

Philippinischer Präsident gibt chinesischem Druck nach.

Der philippinische Präsident Rodrigo Duterte hat den Bau von Unterschlüpfen für Fischer auf Sandbänken im Südchinesischen Meer nach Protesten von China auf Eis legen lassen.

China habe sich beklagt, dass die Philippinen in dem unter mehreren Ländern umstrittenen Meer neue Gebiete besetzen wollten, sagte der philippinische Verteidigungsminister Delfin Lorenzana am Mittwoch während einer Veranstaltung. Die Bauarbeiten fanden seinen Worten zufolge auf einer Sandbank nahe der von den Philippinen beanspruchten Insel Thitu statt.

China beansprucht Insel für sich

China reklamiert fast das gesamte Südchinesische Meer für sich. Das Internationale Schiedsgericht in Den Haag hatte diesen Anspruch 2016 aber als unrechtmäßig abgewiesen.

Duterte plant eigenen Worten zufolge, den Gebietsstreit auf dem Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft ( APEC) am kommenden Wochenende in Vietnam anzusprechen. China müsse seine Absichten offenlegen, sagte er vor seiner Abreise auf einer Pressekonferenz.

China hat seit 2012 verstärkt Inseln in dem für die internationale Schifffahrt wichtigen Meer für sich beansprucht. Das Land baute in einigen umstrittenen Gebieten Vorrichtungen, die für militärische Zwecke geeignet zu sein scheinen.