Ben Carson (l.) und Donald Trump vor der TV-Debatte am 16. September 2015.

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US-Vorwahlkampf
10/16/2015

Donald Trump droht mit Boykott der nächsten TV-Debatte

"Lächerlich", so der Milliardär. Auch Ben Carson, ein weiterer republikanischer Bewerber, übt Kritik.

Die beiden derzeitigen Favoriten unter den republikanischen US-Präsidentschaftsbewerbern, Donald Trump und Ben Carson, haben mit einem Boykott der nächsten Fernsehdebatte gedroht, sollte das Format so "lächerlich" bleiben wie vorgesehen.

Nach den Plänen des Kabelsenders CNBC soll die Debatte zwischen den Bewerbern der Republikaner zwei Stunden dauern und von vier Werbeblocks unterbrochen werden, die insgesamt nochmals 16 Minuten dauern. Dafür will der Sender auf die Eröffnungs- und Abschiedsworte der Bewerber verzichten.

"ausgesprochen langweilige Debatte der Demokraten"

In ihrem von NBC News veröffentlichten Schreiben an CNBC bezeichneten Trump und Carson die Änderungen als inakzeptabel. Warum sollte die Debatte "so viel länger dauern als die gerade gesendete und ausgesprochen langweilige Debatte der demokratischen Präsidentschaftbewerber", beschwerte sich Trump. Auf Twitter äußerte der Milliardär den Verdacht, dass auf diese Weise mehr Werbeeinnahmen fließen sollen. Wie Trump drohte auch der ehemalige Chirurg Carson mit einem Verzicht seiner Teilnahme, sollte die Debatte länger als 120 Minuten - inklusive Werbung - sein und keine Statements zu Beginn und Ende enthalten.

Quotenrekorde

Die demokratischen Präsidentschaftsbewerber hatten am Dienstagabend ihre erste Fernsehdebatte (mehr dazu in "Clinton untermauert ihren Favoritenstatus"). 15,8 Millionen Zuschauer sahen dabei zu - ein Rekord in der Parteigeschichte. Bei der Debatte der Republikaner im August schalteten 24 Millionen Menschen zu - so viel wie noch nie bei einer derartigen Talkrunde.

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