Politik | Ausland
10.10.2018

Deutschland: Zahl der Asylanträge deutlich gesunken

Im vergangenen Monat wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge 12.976 Anträge gestellt.

Die Zahl der Asylanträge in Deutschland ist im Jahresvergleich deutlich gesunken. Im vergangenen Monat wurden beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 12.976 Anträge gestellt, wie das deutsche Innenministerium am Mittwoch in Berlin mitteilte. Das waren 21,5 Prozent weniger als im September 2017.

Die meisten Flüchtlinge kommen weiterhin aus Syrien. Mit deutlichem Abstand liegt der Iran auf dem zweiten Platz, gefolgt vom Irak und der Türkei.

Im gesamten bisherigen Jahr ging die Zahl der Asylanträge verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 15,5 Prozent auf 142.167 zurück.

30 Prozent abgelehnt

Im September entschied das BAMF über die Anträge von mehr als 16.000 Menschen. Im Vormonat arbeiteten die Mitarbeiter der Behörde etwa 16.600 Fälle ab.

In etwas mehr als 20 Prozent der Fälle erhielten die Antragsteller im September einen Schutzstatus, oder es wurde ein Abschiebeverbot festgestellt. Rund 30 Prozent der Anträge wurden abgelehnt und weitere 30 Prozent anderweitig erledigt - beispielsweise, weil ein anderer EU-Staat zuständig war oder weil der Antrag zurückgenommen wurde.