Politik | Ausland
26.02.2018

Burgenland: Ein Wochenende ohne Betrunkene am Steuer

1.200 Leute fuhren zu schnell, aber niemand wurde bei landesweiten Verkehrskontrollen im Rauschzustand erwischt. Ganz anders ging es einem Mann in Deutschland: Er wurde zwischen Freitag und Sonntag gleich drei Mal besoffen erwischt.

Nach landesweiten Verkehrskontrollen am Wochenende im Burgenland hat die Polizei eine gemischte Bilanz gezogen. Ausgesprochen positiv fiel den Beamten auf, dass sich unter den Überprüften kein einziger Alko- oder Drogenlenker befand. Das sei durchaus ungewöhnlich und bei den letzten Schwerpunktaktionen nie der Fall gewesen, hieß es aus der Landespolizeidirektion gegenüber dem KURIER. Eine Statistik darüber, wann zuletzt kein Alkolenker erwischt wurde, gebe es aber nicht.

Das Hauptaugenmerk lag diesmal auf Schnellfahrerei, trotzdem seien im Rahmen der Kontrollen auch viele Alkotests durchgeführt worden. Für den negativen Aspekt sorgten aber eben die vielen Schnellfahrer, berichtete die Landespolizeidirektion am Montag. Insgesamt setzte es für Verkehrsteilnehmer 1.198 Anzeigen nach Radarmessungen, für 51 Lenker hatte zu geringer Abstand Konsequenzen, berichtete die Polizei. Dazu kamen weiters 66 Anzeigen nach der Straßenverkehrsordnung und 212 Organmandate.

Zu den gröbsten festgestellten Verstößen zählten ein Raser, der mit 185 km/h auf der Pullendorfer Straße (B61a) im Mittelburgenland gemessen wurde und ein Pkw, der laut Videoaufzeichnung einer Streife mit 159 Stundenkilometern auf der S31 bei Mattersburg unterwegs war. Beide Straßen sind eigentlich auf 100km/h beschränkt.

Deutscher: Ein Wochenende, drei Mal betrunken erwischt

Gleich dreimal ist ein 59-jähriger Autofahrer am Wochenende nahe Freiburg in Deutschland betrunken am Steuer seines Wagens erwischt worden. In Bad Krozingen stellten Beamten bei ihm am Freitag, Samstag und Sonntag jeweils mehr als eineinhalb Promille fest, wie die Polizei in Freiburg am Montag mitteilte. Sein Führerschein und auch die Autoschlüssel wurden ihm abgenommen.

Das erste Mal fiel der 59-Jährige am Freitagabend auf, als er mit seinem Wagen fast einen Fußgänger mit seinem Hund anfuhr. Die alarmierte Polizei stellte bei ihm mehr als eineinhalb Promille fest und nahm ihm den Führerschein ab. Rund 15 Stunden später beschädigte der Mann beim Einparken einen anderen Wagen. Zeugen riefen die Polizei, die bei ihm nun sogar 1,9 Promille feststellte. Am späten Sonntagnachmittag stoppte ihn schließlich eine Polizeistreife - diesmal mit 1,8 Promille am Steuer. Die Beamten nahmen ihm nun auch die Autoschlüssel ab. Zudem muss er laut Polizei damit rechnen, dass sein Wagen eingezogen wird.