13 Prozent für die Grünen: Die Regierungshoffnung lebt

Die Wähler straften Ökopartei nicht für ihre Ampel-Beteiligung ab. Die Zukunft von Robert Habeck und Annalena Baerbock ist dennoch ungewiss.
Robert Habeck und Annalena Baerbock auf einer Veranstaltung der Grünen.

Die letzte Zeit galten die Grünen gewissermaßen als Buhmänner und -frauen der Nation: Robert Habecks Heizungsgesetz brachte nicht nur viele Wähler, sondern auch die beiden Koalitionspartner gegen ihn auf. Annalena Baerbocks manchmal sehr forsche Auftritte, vor allem in Sachen Ukraine, brachten andere Parteien auf die Palme – das Bündnis Sahra Wagenknecht rieb sich nach seiner Gründung gern an der Noch-Außenministerin.

Die Wähler aber straften die Grünen dafür nicht ab: Mit einem Ergebnis von 13 Prozent liegt die Ökopartei nicht allzu viel unter vom Ergebnis von 2021, damals holte sie 14,7 Prozent. Verbliebene Hoffnungen auf mehr erfüllten sich aber freilich auch nicht – 2022 waren die Grünen in Umfragen bei einem Hoch von 23 Prozent gelegen, Robert Habeck war damals sogar als potenziell erster grüner Kanzler Deutschlands gehandelt worden.

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In welchem Amt der prominenteste Grüne nun weitermacht, ist allerdings fraglich. Auch wenn die Partei für eine Regierungsbeteiligung in Frage kommt und gerne weiter in Verantwortung bleiben würde, ist Habecks Zeit im Wirtschaftsministerium wohl abgelaufen – gleiches gilt für Baerbocks Engagement als Außenamtschefin.

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