VW ID.Polo: Knuffig, gemütlich und erstaunlich geräumig

Der erste elektrische Polo soll mit ausgeklügeltem Design und niedrigem Preis punkten. Das Auto hat das Zeug zur Breitenwirksamkeit.
Der neue VW ID.Polo kommt in relativ schlichtem, sportlichem und gleichzeitig niedlichem Design.

Der VW ID.Polo ist im Prinzip schon seit Längerem fertig. Vor mehreren Monaten konnte der KURIER das neue E-Auto bereits in Tarngewand testen. Das endgültige Design enthüllt Volkswagen allerdings erst jetzt. In das sein neues Modell setzt der deutsche Hersteller große Hoffnungen. Es soll günstig, solide und interessant genug sein, um eine Kundschaft zu überzeugen, die bisher noch nicht in die Elektromobilität eingestiegen ist. Auf den ersten Eindruck hat der ID.Polo das Zeug dazu.

Bei 116 PS geht es los

Der 4,05 Meter lange Elektro-Polo ist um zwei Zentimeter höher als sein Verbrenner-Vorgänger und sieht dadurch etwas voluminöser aus. Der Look ist sportlich, niedlich und ernsthaft zugleich. Nach dem neuen ID.3 wurde auch dem ID.Polo das neue VW-Familiengesicht verpasst. Vorne und hinten leuchten breite LED-Bänder und illuminierte Logos. Die hinteren Türgriffe sind auf Fensterhöhe gewandert. Vor den Radkästen sollen Lufteinlässe für verbesserte Aerodynamik sorgen. Der Luftwiderstandswert (Cw) liegt bei 0,264.

VW ID.Polo von hinten: Ein stoisches G'schau und breite LED-Leiste.

VW ID.Polo von hinten: Ein stoisches G'schau und breite LED-Leiste.

Bei der Motorisierung gibt es drei Versionen mit 85 kW (116 PS), 99 kW (135 PS) und 155 kW (211 PS). Angetrieben werden die Vorderräder. Dazu gibt es zwei Batteriegrößen: 37 kWh und 52 kWh. Die kleinere Batterie lädt mit maximal 90 kW, die größere mit 105 kW. Die Reichweite wird mit 329 bzw. 455 Kilometer angegeben. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei allen Varianten bei 160 km/h. Das Gewicht liegt, je nach Akkugröße, zwischen 1.568 und 1.576 Kilogramm.

Viel Stoff und viele Tasten im Innenraum

Bei der Gestaltung des Innenraums hat VW geklotzt, nicht gekleckert. Die meisten Oberflächen haben Stoffbezüge erhalten, vorne und seitlich gibt es Ambient-LED-Lichter. Es gibt physische Tasten in der Mittelkonsole, jede Menge Tasten am oben und unten abgeflachten Lenkrad, Handy-Ablagen, Becherhalter und einen Lautstärke-Drehregler in der Mittelkonsole. Durch Kippen und Drücken kann man den auch zum Musiktitel-Weiterspringen und Stummschalten gut gebrauchen.

Der Innenraum des VW ID.Polo: Wohnzimmer-Atmosphäre, Ambient-Lichter, Knöpfe und Displays.

Der Innenraum des VW ID.Polo: Wohnzimmer-Atmosphäre, Ambient-Lichter, Knöpfe und Displays.

Zentral platziert und geradeaus ausgerichtet ist ein 13 Zoll großes Touchdisplay. Das Infotainmentsystem ist logisch aufgebaut, intuitiv bedienbar und liefert als spezielles Extra einen "Retro Mode", der Anzeigen wie in einem Golf aus den 70er-Jahren darstellt. Der etwas dickere Getriebe-Wahlhebel findet sich rechts hinter dem Lenkrad. Die Lichtsteuerung ist VW-typisch links am Armaturenbrett eingebaut.

Mehr Kofferraum als ein Golf

Das leicht vergrößerte Äußere bringt auch im Innenraum ein wenig mehr Platz. Die Sitzhöhe auf der Rückbank ist auch für 1,90 Meter große Menschen akzeptabel. Die große Überraschung ist allerdings der Kofferraum. Gegenüber dem klassischen Polo hat sich dessen Ladevolumen von 351 auf 441 Liter vergrößert. Unter einer ebenen Ladefläche geht es noch tief hinab bis zum Fahrzeugboden. 2 Bierkisten kann man auf die Art verstecken. Nimmt man den Kofferraumdeckel weg, bekommt man großes Gepäck oder Kinderwägen in den ID.Polo.

Der Kofferraum des VW ID.Polo ist erstaunlich voluminös. Im Untergeschoss haben 2 Bierkisten Platz, oder eine Bierkiste und ein Subwoofer.

Der Kofferraum des VW ID.Polo ist erstaunlich voluminös. Im Untergeschoss haben 2 Bierkisten Platz, oder eine Bierkiste und ein Subwoofer.

Der neue Polo ist so geräumig wie ein 4er-Golf, heißt es vom Hersteller. Der Kofferraum übertrifft in seinem Volumen sogar die aktuelle Golf-Generation. Wie hilfreich das für Familien ist, kann man gar nicht genug betonen. Einen Kleinwagen zu fahren, bedeutet allzu oft, auf Gepäck verzichten zu müssen. Der ID.Polo bietet auch Menschen mit kleinerem Auto/Budget einen adäquaten Laderaum im Heck.

Preise starten bei rund 25.000 Euro

Niedriger Preis bei dennoch guter Grundausstattung soll eines der größten Verkaufsargumente des VW ID.Polo werden. In Deutschland wird er für unter 25.000 Euro in den Verkauf gehen. Österreich-Preise wurden noch nicht genannt. Wie bei VW üblich wird auch der elektrische Polo in den Ausstattungslinien "Trend", "Life" und "Style" erscheinen. Als Zusatzausstattung kann man sich ein Harman Kardon-Soundsystem, ein Panorama-Glasdach oder Massagesitze gönnen. Der Vorverkauf startet Ende April.

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