Praktisch und günstig: Die besten Senioren-Autos unter 25.000 Euro
Bequemes Ein- und Aussteigen sowie gute Rundumsicht: Das sind die beiden Hauptkriterien, auf die Senioren beim Autokauf Wert legen.
Zusammenfassung
- Der ADAC nennt für seniorengerechte Autos vor allem bequemen Einstieg, gute Sitzposition, einfache Bedienung, gute Rundumsicht und alltagstaugliche Maße als entscheidende Kriterien.
- Unter den aktuellen Neuwagen unter 25.000 Euro empfiehlt der ADAC Seat Arona, Toyota Proace City Verso, Nissan Juke, Renault Captur und VW T-Cross.
- Vor dem Kauf rät der ADAC zu Probefahrten und zum Prüfen von Assistenzsystemen, Platzangebot, Erreichbarkeit der Bedienelemente, Automatik und einfacher Infotainment-Bedienung.
Für Senioren spielt es oft keine so große Rolle, wie viel PS oder wie viel Hightech ein Auto hat. Viel wichtiger ist da oft eine aufrechte und bequeme Sitzposition und angenehm ein- und aussteigen zu können. Zu hoch sollte das Auto aber auch nicht sein. Dass man angenehm sitzt, die Einkäufe leicht über die Ladekante hieven kann, die Bedienung selbsterklärend ist und auch die Enkel gut Platz haben, sind weitere Bedingungen.
Die Bedienung muss möglichst unkompliziert ausfallen, und auch die Rundumsicht ist entscheidend, gerade weil ältere Fahrerinnen und Fahrer häufig weniger beweglich sind und sich daher beim Rangieren nicht so gut umdrehen können. Eine untergeordnete Rolle spielen in der Regel Leistungsstärke, Optik oder die Ausstattung mit Infotainmentsystemen. Monströse SUVs scheiden deswegen genauso aus wie sportlich schicke Zweisitzer. Der ADAC stellt eine Auswahl an besonders gut geeigneten Fahrzeugen für Senioren vor.
Die Auswahlkriterien für ein gutes Auto für Senioren lauten:
- Sitzplätze: mindestens vier
- Länge: maximal 4,50 Meter
- Höhe: mindestens 1,50 Meter
- Sitzhöhe: mindestens 47 Zentimeter
- Ladekantenhöhe: maximal 78 Zentimeter
- ADAC-Testnote Bedienung: maximal 2,6
- ADAC-Testnote Rundumsicht: maximal 4,0
Einbezogen sind in der folgenden Bestenliste nur aktuell erhältliche Neuwagen. Sie mussten den ADAC-Autotest durchlaufen haben, damit sie von den ADAC-Ingenieuren beurteilt werden konnten. Auch einige Elektroautos sind dabei.
Senioren-Autos: Fünf unter 25.000 Euro
1. Seat Arona: Note Rundumsicht 3,3, Note Bedienung 2,1
Das SUV der Kleinwagenklasse gefällt wegen der soliden Verarbeitung, ordentlichem Platzangebot und vielen Assistenten. Weniger gut: einfache Materialien im Innenraum und keine Haltegriffe am Dachhimmel.
2. Toyota Proace City Verso: Note Rundumsicht 3,0, Note Bedienung 2,5
praktischen Ablagen, viel Platz für Insassen und Gepäck und umfangreicher Sicherheitsausstattung. Auf der Minus-Seite stehen hoher Kraftstoffverbrauch, billige Materialien und weiter Schwenkbereich der Heckklappe. Der Beifahrersitz ist nicht höheneinstellbar.
3. Nissan Juke: Note Rundumsicht 3,7, Note Bedienung 2,5
Als Vollhybrid hat der Juke vor allem im urbanen Raum seine Stärken, über 120 km/h steigt der Verbrauch leider deutlich an. Positiv ist der Motor mit Sparpotenzial, bequemer Zustieg vorn und die gute Grund
ausstattung. Weniger nett sind der erhöhte Autobahnverbrauch und Komfortschwächen des Antriebs bei dynamischer Fahrweise.
4. Renault Captur: Note Rundumsicht 3,9, Note Bedienung 2,6
Mit seinem Facelift folgt der überarbeitete Captur äußerlich der neuen Designsprache von Renault. Positiv sind die gute Verarbeitungs- und Materialqualität, geringe Schadstoffemissionen und die verschiebbare Rückbank. Nachteile: unpraktisches Schlüsselformat (Keycard), hohe Ladekante, unkomfortable Kofferraumentriegelung, mäßige Rundumsicht.
5. VW T-Cross: Note Rundumsicht 3,7, Note Bedienung 2,7
Der T-Cross ist das Einstiegsmodell in die Welt der SUV von Volkswagen. Er punktet mit guter Lenkung, vielen Assistenten serienmäßig, ordentlichem Platzangebot und günstiger Versicherungseinstufung. Weniger gut sind die einfachen Materialien im Innenraum, mäßiges Serien-Halogenlicht, teure Extras und vor allem die mäßige Rundumsicht.
Beim Autokauf ist es wichtig, verschiedene Modelle zu vergleichen und ausgiebige Probefahrten zu machen. Nutzen Sie die Probefahrt, um das Auto unter realistischen Alltagsbedingungen zu testen. Folgende Fragen sollte man stellen.
1. Hat das Auto Parksensoren, Rückfahrkamera oder einen Blind-Spot-Detektor?
2. Ist das Auto gut für Kindersitze geeignet oder der Kofferraum groß genug für einen Kinderwagen?
3. Sind alle wichtigen Bedienelemente in geringem Radius gut erreichbar? Und die Gurte griffgünstig platziert?
4. Hat das Auto Automatik?
5. Kann der Verkäufer Smartphone-Anbindung und Infotainment leicht erklären?
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