Generationenduell Seat Arona: Mein Alter gegen den Neuen

Test Nr. 4.754. Seat Arona – sechs Jahre Unterschied im Check von KURIER-Redakteur Robert Kleedorfer.
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Seit mittlerweile knapp sechs Jahren fahre ich privat einen Seat Arona. Und bin damit sehr zufrieden, mit Ausnahme des zu kleinen Tankvolumens. Erfreut war ich daher, die neueste, seit Jänner erhältliche Version dieses City-SUV testen zu dürfen. Was sich wohl seit 2020 alles verändert hat?

Auf den ersten äußeren Blick nicht wahnsinnig viel. Ein behutsames Facelifting, zum Glück. Denn beim Arona hat schon bisher alles gepasst. Nicht aufdringlich im Auftritt, aber doch markant genug, um positiv aufzufallen. Konkret kommt die Front noch auffälliger zur Geltung, was vor allem am sechseckigen Kühlergrill liegt, der nun aus größeren Waben besteht. Die LED-Scheinwerfer sind hingegen geschrumpft. Die Leuchtkraft soll aber stark verbessert sein, Seat spricht von doppelter Strahlkraft des Abblendlichts und einem dreimal stärkeren Fernlicht.

Großzügige Freiheiten

Im Innenraum ist die Kopf- und Beinfreiheit nach wie vor großzügig. Die deutlichste Veränderung im Cockpit betrifft den 8,25-Zoll-Bildschirm. Dieser ist nun präsenter, aber im Vergleich zu Mitbewerbern nicht dominant in der Wahrnehmung. Optisch kein Highlight ist jedoch eine farbliche Umrandung der Luftschlitze – beim Testfahrzeug in goldgelb.

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Das Entertainment-System ist technisch auf der Höhe der Zeit – das eingebaute DAB-Radio (gab es Anfang 2020 noch nicht serienmäßig) sowie Wireless Android Auto und Apple CarPlay ermöglichen kabelloses Nutzen. Das Handy kann auch weiterhin wireless geladen werden.

Die Sitze sind nach wie vor solide und auch für lange Autofahrten Bandscheiben-verträglich; neue Stoffarten sind verfügbar. Die Übersicht für den Fahrer ist top geblieben. Angenehm: Die beim Vorgänger sehr aufgeregten, nervenden Warnungen auch bereits bei noch deutlich ausreichendem Abstand wurden nun wieder auf ein Normalmaß zurückgeschraubt.

Gut ist nach wie vor der Fahrkomfort, wenngleich das Testobjekt mit seinen 95 PS, Gangschaltung und manueller Klimaanlage mit meiner Variante (Variante FR, 115 PS) nicht mithalten kann. Für die Stadt ist es mehr als ausreichend, wer aber öfters auch Überland fährt, sollte zur stärkeren Motorisierung greifen. Diese Beschleunigung kann durchaus als giftig bezeichnet werden, im positiven Sinne.

Der Seat Arona ist in der Basisausstattung (Reference Edition) ab 16.990 Euro erhältlich, das Testfahrzeug mit Extras kostete 20.090 Euro. 

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