Europa als treibende Kraft für E-Autos dank Förderungen
In Österreich gibt es immer mehr E-Autos.
Die weltweite Nachfrage nach Elektrofahrzeugen ist im Juli den fünften Monat in Folge gestiegen. Besonders stark entwickelte sich der europäische Markt, während die Verkäufe in China und Nordamerika zurückgingen. Das zeigen Daten der Beratungsfirma Benchmark Mineral Intelligence (BMI).
Weltweit wurden im Juli rund 1,85 Millionen batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride verkauft. Das entspricht einem Anstieg von 9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Seit Jahresbeginn wurden damit insgesamt 11,5 Millionen Elektrofahrzeuge verkauft.
Vor allem Europa entwickelte sich im Juli zum Wachstumstreiber. Die Verkäufe stiegen um ein Drittel auf rund 450.000 Fahrzeuge. Damit liegt das Wachstum seit Jahresbeginn bei 28 Prozent. BMI führt dies vor allem auf die Rückkehr staatlicher Förderprogramme zurück. Besonders deutlich zeigte sich die Entwicklung in Frankreich, Deutschland und Großbritannien. In Frankreich legten die Verkäufe im Juli um 81 Prozent zu. Deutschland verzeichnete ein Plus von 46 Prozent, Großbritannien kam auf ein Wachstum von 43 Prozent.
Anders sieht die Situation in China aus. Dort gingen die Verkäufe von E-Autos im Juli um 5 Prozent auf rund 980.000 Fahrzeuge zurück. Der chinesische Markt bleibt damit zwar mit großem Abstand der weltweit größte Einzelmarkt für E-Fahrzeuge, verliert jedoch an Dynamik. Chinas Autohersteller setzen deshalb zunehmend auf den Export, um weiteres Wachstum zu erzielen.
Noch deutlicher fiel der Rückgang in Nordamerika aus. Die Verkäufe sanken im Vormonat um 27 Prozent auf 140.000 Fahrzeuge. Ein wesentlicher Faktor ist das Auslaufen der staatlichen Steuergutschriften in den USA.
Deutlich dynamischer entwickelte sich dagegen der Elektroautomarkt außerhalb der großen Kernmärkte. In der übrigen Welt stiegen die Verkäufe im Vormonat um 97 Prozent auf rund 280.000 Autos.
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