Seriöse Anbieter sind für klare Regeln

Die seriösen Anbieter sind für klare Regeln

Hermann Sileitsch-Parzer | über die Bitcoin-Kontrolle

Der Betrugsverdacht bei Optioment ist nur die Spitze eines großen Eisbergs. Man muss kein allzu großer Prophet sein: Es werden noch größere "Anlagemodelle" (in Wahrheit mehr oder minder gut getarnte Schneeballsysteme) kollabieren. Davon tummeln sich Dutzende, wenn nicht Hunderte im Internet.

Dabei muss man freilich trennen: Bitcoin mag hochspekulativ und für die meisten Anleger nicht zu empfehlen sein – deshalb berichtet der KURIER immer eher distanziert. Und Bitcoin mag auch wegen des hohen Strombedarfs ökologisch fragwürdig und ineffizient sein. Ein Betrugssystem ist es allerdings nicht.

Das Problem ist allerdings, dass derzeit Gauner massenhaft auf den Zug aufspringen. Sie machen erst windige Zusagen, dann schnelle Kasse und verstecken die Zahlungsströme hinter der Krypto-Anonymität. Bitcoin & Co. sind für diese Windbeutel ein Mittel zum betrügerischen Zweck. Möglich ist das, weil der Hype und tolle Kursgewinne viele Anleger verführbar gemacht haben.

Höchste Zeit, dass die Aufsichtsbehörden darauf reagieren. Seriösen Anbietern ist das nur recht: Damit das Kryptogeschäft eine Zukunft hat, muss sich die Spreu vom Weizen trennen. Auch wenn nie allen Betrügern das Handwerk gelegt werden kann.

( kurier.at ) Erstellt am 24.02.2018