über die Linzer Swap-Affäre
08/21/2013

Pakt unter Freunden

von Martina Salomon

Das "gute" Geschäft unter Genossen fällt nun dem Steuerzahler auf den Kopf.

Dr. Martina Salomon | über die Linzer Swap-Affäre

Leider kann man sich das Szenario nur zu gut vorstellen: Da will die sozialdemokratisch regierte Stadt Linz 2007 ihr Geld besonders schlau anlegen und macht ein Swap-Geschäft mit ihrer „Hausbank“, der damaligen Gewerkschaftsbank Bawag. Dort sitzt Parteifreund Ewald (Nowotny) im Generaldirektorensessel und wird’s schon richten. Vertrauen statt Kontrolle. Die Bawag freut sich über ein Bombengeschäft. Jetzt, da alles gründlich schiefgegangen ist, will niemand verantwortlich gewesen sein, auch nicht der Ex-Bankchef, jetzt Boss der Nationalbank.

Ketzerische Frage: Wer braucht eigentlich Bürgermeister, die Verträge nicht lesen, und wer braucht Bank-Vorstände, wenn sie nie Verantwortung übernehmen? Das „gute“ Geschäft unter Genossen fällt nun dem Steuerzahler auf den Kopf, der bis zu 500 Millionen an den internationalen Finanzmarkt zahlen muss.

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