über die FMA
11/06/2012

Hat die FMA keine anderen Sorgen?

von Andrea Hodoschek

Jetzt geht man auf karitative Organisationen los.

Andrea Hodoschek | über die FMA

Hat die FMA keine anderen Sorgen? Bei Bankskandalen wurde zugeschaut, jetzt geht man sogar auf karitative Organisationen los. Jahrelang lag die Aufsicht in Agonie. Kommunalkredit, Hypo Alpe-Adria, Volksbanken – alle De-facto-Bankenpleiten in diesem Land passierten direkt unter den Augen der formal unabhängigen Kontrollbehörde. Neuerdings zeigt die FMA, dass sie auch anders kann. Mit scharfen Munition wird gegen Banker persönlich geschossen, auch wenn es sich nur um Bagatellfälle handelt. Die Aufsicht signalisiert, dass sie kein Pardon kennt. Gnadenlos macht die Behörde nun sogar Jagd auf karitative Einrichtungen. Stimmt schon, laut Gesetz dürfen nur Banken Einlagen entgegennehmen und Darlehen vergeben. Doch jeder Organisation zu unterstellen, sie könnte theoretisch als Anlagebetrüger ahnungslose Opfer abzocken, ist ziemlich weit hergeholt. Der Aktionismus der FMA dürfte wohl damit zu tun haben, dass die Chefs, Helmut Ettl (SPÖ) und Kurt Pribil (ÖVP), um die Verlängerung ihrer Verträge fürchten. Und sich bei der Politik Liebkind machen wollen.