Meinung | Kommentare | Aussenpolitik
17.03.2016

Grabenkrieg der ungeliebten Favoriten

Mehr als 60 Prozent haben von dem Milliardär eine negative Meinung, mehr als 50 Prozent von der Ex-Außenministerin.

Mag. Konrad Kramar | über Donald Trump und Hillary Clinton

Sieg um Sieg arbeiten sie sich zur Nominierung vor. Clinton und Trump sind auf dem Weg zur Präsidentschaftskandidatur wohl nur noch mit politischen Gewaltakten zu stoppen. Die ewige Favoritin des demokratischen Partei-Establishments gegen den Rüpel, der bei den Republikanern eben dieses Partei-Establishment überrollt hat: Klingt nach einer spannenden Paarung, allerdings nur auf den ersten Blick. Denn was die beiden so unterschiedlichen Kandidaten gemeinsam zu tragen haben, ist die Ablehnung, auf die sie bei einer Mehrheit der Amerikaner stoßen. Mehr als 60 Prozent haben von dem Milliardär eine negative Meinung, mehr als 50 Prozent von der Ex-Außenministerin. Private Skandale, politische Sündenregister, wirtschaftliche Unsauberkeiten: Diese beiden Persönlichkeiten sind den Amerikanern bis in ihre dunkelsten Winkel vertraut – und das hat sie ihnen nicht sympathisch gemacht. Wahlkampf-Strategen werden ihre Mühe haben, ihnen ein neues Image zu geben. Umso verlockender wird es, in den politischen Giftschrank zu greifen, schließlich ist der bei beiden gut gefüllt. Da wird viel alte Schmutzwäsche gewaschen werden.