über Hirschers Sölden-Triumph
10/27/2014

Land der Berge

von Wolfgang Winheim

Zugegeben, ans weltweite Medien-Echo zum Clásico Real – Barça kommt der Ski-Weltcup nie heran.

Wolfgang Winheim | über Hirschers Sölden-Triumph

Dass Marcel Hirscher seinen niederländischen Pass daheim in Annaberg in irgendein Ladel gelegt und der österreichische Skiverband den Grenzgänger Fritz Dopfer großzügig den Deutschen überlassen hat – Schnee von vorgestern. Aktuell heißt es: Der Salzburger Hirscher beendete das neunjährige Warten auf einen ÖSV-Herren-Sieg in Sölden. Und der Bayer Fritz Dopfer wurde ein in der ZDF-Übertragung groß gewürdigter Zweiter.

Aus Tiroler Tourismus-Sicht ist das 16. Söldener Gletscherderby somit fast optimal verlaufen. "Fast" deshalb, weil der Tiroler Benjamin Raich um eine Hundertstel am Podest vorbeifuhr. Wieder "nur" Vierter – wie schon im Oktober 2005 ...

... als zum letzten Mal ein Salzburger im Sölden aufgetrumpft hatte;

... als Hermann Maier auf der KURIER-Titelseite zur Kurznotiz verkam, weil die (Wahl-)Schlagzeile "Pflichtsieg für Häupl" lautete;

... als Maier im Sportteil die Dominanz mit Salzburgs Kickern teilen musste, weil Red Bull erstmals die Tabellenspitze übernahm.

... und als es generell hieß, Skisiege dürften nicht überbewertet werden, zumal die nur in den Alpen registriert werden.

Zugegeben, ans weltweite Medien-Echo zum Clásico Real – Barça kommt der Ski-Weltcup nie heran. Für Schneefreunde aber ist auch Sölden ein Klassiker. Einer, der dank prächtiger Panorama-Bilder und Hirscher vielleicht manchen TV-Zeugen animiert, seine Winterferien statt in der Karibik in Österreichs Bergen zu verbringen.

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