über die Zeit in Vail/Beaver Creek
02/16/2015

Bleibende Erinnerungen

von Christina Pertl

Da waren herzliche Menschen, ob in Bussen, im Pressezentrum oder an der Kasse des Supermarktes

Christina Pertl | über die Zeit in Vail/Beaver Creek

Keine Sorge, ich werde nicht noch einmal über mein Hoppala auf der Piste referieren. Auch wenn die Knieverletzung, die ich mir am rennfreien Tag zugezogen habe, samt der rührenden Anteilnahme der Kollegen sicherlich die bleibendste Erinnerung sein wird, die ich aus Colorado mit nach Hause nehme – sie ist lange nicht die einzige.

Da wären zum Beispiel sieben spannende WM-Entscheidungen, die ich in Beaver Creek und Vail erlebt habe. Wer sich auf dem anspruchsvollen Gelände durchgesetzt hat, darf sich zu Recht Weltmeister nennen. Das faire und begeisterte Publikum meiner Meinung nach übrigens auch.

Da waren herzliche Menschen, ob in Bussen, im Pressezentrum oder an der Kasse des Supermarktes, die nicht nur streng nach Protokoll ihrer Arbeit nachgingen, sondern sich auch für das Gegenüber interessierten. Unvergessen bleibt jene Busfahrerin, die uns trotz Feierabend nach Vail fuhr. Einfach so, weil es eh noch auf ihrem Weg lag. Oder der Vermieter unseres Appartements, der die Sturzpilotin trotz Check-out um 10 Uhr noch länger bleiben ließ. Ganz ohne Aufpreis.

Da waren amüsante Erlebnisse wie ein Kjetil Jansrud, der seine Erleichterung über Kombi-Silber mit jener nach der schon dringend erwarteten Doping-Kontrolle verglich; oder der Besuch beim auffallend gut gelaunten Mr. Bauman im Pot-Shop. Und in sechs Wochen ist dann hoffentlich auch meine schmerzhafteste Erinnerung nur noch WM-Geschichte.