Womenomics

Die Zukunft ist – weiblich. Aber: Wann beginnt sie endlich?

Und dann? Dann kam die Wirtschaftskrise

Birgit Braunrath | über den Frauentag

Schon 2006 beschrieb der Economist das Phänomen „Womenomics“: Die Zukunft der Wirtschaft liege immer stärker in weiblicher Hand. Die neue Kaufkraft der Frauen wurde ebenso gepriesen wie die Power von „Soft Skills“ im Management. – Und dann? Dann kam die Wirtschaftskrise. Und mit ihr der Backlash: Management-Nahkampfmethoden abgehalfterter Macho-Bosse hatten wieder Hochkonjunktur. Skrupel bei Mitarbeiterausbeutung oder Lieferantenknebelung wurden zu Ausschlussgründen für Chefetagen. Zockerei wurde nach außen lautstark verurteilt, intern aber Boni-prämiert.

Doch schnelle Gewinne bedeuten oft langfristige Verluste. So wurde etwa diese Woche bekannt, dass bereits ein Viertel aller deutschen Arbeitnehmer „innerlich gekündigt“ habe. Und das schlägt sich auf die Produktivität. Also ist es doch Zeit, die belächelten Soft Skills in harte Währung umzumünzen. Und das beweist: Die weibliche Zukunft wird kommen. Aber sicher nicht mit der Brechstange.

Erstellt am 08.03.2013