über die Null-Bock-Generation
10/20/2013

Wir sind dran!

von Guido Tartarotti

So langweilig fühlte sich das Jungsein in den Achtzigerjahren gar nicht an.

Guido Tartarotti | über die Null-Bock-Generation

Man nennt uns Kinder der Achtzigerjahre die „Null-Bock-Generation“. Weil wir, so sagen die Soziologen, ein bisschen gelangweilt waren (kein Wunder, wir mussten Phil Collins hören).

In der Rückschau: So langweilig fühlte sich das Jungsein in den Achtzigerjahren gar nicht an. Man hatte viel damit zu tun, sich zu fürchten (vor der Atombombe und dem sauren Regen), Hainburg zu besetzen und cool auszusehen. Wir sagen nur: knöchelkurze, brusthohe Clochardhosen (schenkelweit), sogenannte Spencer-Sakkos mit Schulterpolstern und dazu neongelbes Stirnband! Und wir hatten sehr wohl Bock – die Bock’, also Schuhe, hießen „Jogging High“. Erfolgreich wollten wir werden, Karriere wollten wir machen, genügend Geld wollten wir verdienen, um endlich ordentliches Gewand statt der Clochardhosen zu kaufen.

Jetzt, so sagen wieder die Soziologen, übernimmt die „Generation Null Bock“ in Politik und Wirtschaft die Macht. Man wird sehen, wie sich das auswirkt. Gibt es eigentlich noch Jogging High?

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