über krank machende Blutkonserven
03/01/2013

Unwahrscheinlich

von Guido Tartarotti

Niemand ist schuld, man kann niemanden vor Gericht stellen.

Guido Tartarotti | über krank machende Blutkonserven

So ist das Leben, diese wunderschöne und gleichzeitig furchtbare Veranstaltung. Es verläuft meist entlang der Wahrscheinlichkeiten, berechenbar, überraschungsarm, langweilig, aber sicher.

Es gehört aber auch zum Leben, dass manchmal sehr, sehr unwahrscheinliche Ereignisse doch eintreten. Es gibt Menschen, die gewinnen im Lotto. Und es gibt Menschen, die werden durch eine Blutkonserve mit HIV infiziert.

Wie ist das möglich? Werden Blutspenden nicht genau kontrolliert? Doch. Aber es gibt ein „diagnostisches Fenster“: Zwischen Infektion und Nachweisbarkeit können einige Tage vergehen. Das heißt, rein statistisch musste ein Fall wie der jetzt in Wien bekannt gewordene einmal passieren, obwohl die Wahrscheinlichkeit nur bei 1:2,5 Millionen lag.

Das Unheimliche an diesem Fall: Niemand ist schuld, man kann niemanden vor Gericht stellen. Und es hätte jeden treffen können. Es heißt, die Betroffene wird dank moderner Medizin ein weitgehend normales Leben führen können. Wäre uns das ein Trost?

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.