über Frühjahrsputz in Wien
02/23/2013

Teurer Putz

von Andreas Schwarz

Die skandinavische Sitte ist uns leider fern.

Andreas Schwarz | über Frühjahrsputz in Wien

Am schönsten sind Prophezeiungen, die nicht eintreffen. Etwa die, dass dieser Winter klimakatastrophenbedingt sibirisch kalt würde, ohne ein bisschen Schnee. In Wirklichkeit schaut’s so aus: Es ist mal kälter, mal wärmer, und es schneit ein bisschen viel.

Folge in der Stadt: Es wird gestreut, was das Zeug hält. Es wird aufs Sackerl fürs Gackerl gepfiffen, weil’s eh drüberschneit. Und die Straßen löchern im Celsius-Auf-und-Ab vor sich hin. Weil aber Löcher gerne nur gestopft statt saniert werden; weil Gassigeher im unwirtlichen Winter kaum gestraft werden; und weil uns die skandinavische Sitte leider fern ist, Schnee ohne Streugut Schnee sein zu lassen, schaut’s nach dem Schnee, wie wir jüngst lasen, so aus: 19.400 neue Schlaglöcher alleine im Jänner in Wien (wer zählt die eigentlich?), Streusplitt und Hundekot wie noch nie.

Dann ist Frühjahrsputz angesagt. Der kostet ein Schweinegeld. Andererseits: Eine Stadt, die 100 Millionen Euro für eine Olympiabewerbung prophezeit, hat’s ja. Also kann man ruhig alles lassen, wie’s ist, oder?

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