Meinung | Kolumnen | Ohrwaschl
21.03.2017

Spruchmacher

Köpfe hochkrempeln!

Guido Tartarotti | über Lukas Podolskis Abschied.

Die deutschen Medien schreiben Nachrufe auf den Fußballer Lukas Podolski, der heute seine Karriere als Nationalspieler beendet. Dabei wird interessanter Weise weniger um den Spieler Podolski getrauert als um den Zitate-Lieferanten. (Wobei sein berühmtestes Zitat gar nicht von ihm stammt: „Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel“ wurde ihm vom Satiriker Jan Böhmermann nur angedichtet.)

Aber auch die anderen berühmt gewordenen Podolski-Sprüche sind nicht schlecht, allen voran „Jetzt müssen wir die Köpfe hochkrempeln, und die Ärmel natürlich auch“.

Große Spruchmacher haben wir Österreicher aber auch zu bieten. Etwa Peter Pacult („Der Verein hat noch eine Obduktion auf mich“), Marko Arnautovic („Ich stehe hinter der Mannschaft bis zum letzten Tropfen“) oder der unvergessene Heinz Prüller („In Estoril sind die Seitenwinde gefürchtet, weil sie auch von vorne und hinten kommen“).

Und auch Michael Häupl („ Wahlkampf ist eine Zeit fokussierter Unintelligenz“) bleibt ja spruchmäßig weiter im Dienst.

Guido Tartarottis neues Kabarettprogramm "Selbstbetrug für Fortgeschrittene" läuft am 21. April in der Hinterbrühl, Anningersaal, am 28. April im Wilheringerhof, Klosterneuburg, am 6. Mai im Kulturcentrum Wimpassing, am 23. Mai im Theater am Alsergrund, am 31. Mai in der Kulisse Wien und am 8. Juni im Casino Baden.