über den Fleischskandal
02/19/2013

Zwei Mal faschiert

Heute geht es an dieser Stelle nicht ohne eine milde Dosis „Damals war alles besser“-Nostalgie.

von Guido Tartarotti

Erinnern Sie sich noch an den Fleischhauer „an der Ecke“?

Guido Tartarotti | über den Fleischskandal

Erinnern Sie sich noch an den Fleischhauer „an der Ecke“ (der meist gar nicht an der Ecke lag, aber dafür in Geh-Distanz)? Bei dem man sein Fleisch nach individuellen Wünschen bekam („Für ein Beef tartare? Dann faschier ich’s Ihnen zwei Mal!“)? Erinnern Sie sich an die Fisch-Geschäfte oder an die „Wild-Geflügel-Eier“-Läden? Zuletzt war man ja schon bereit, längere Anfahrtswege in Kauf zu nehmen, aber der Fleischer hinterm Mödlinger Bahnhof hat auch zugesperrt und der in Gumpendorf auch. Es gibt in Wien nur noch einen Fleischer, der selbst (schonend) schlachtet!

Der aktuelle Fleischskandal hat (natürlich nicht nur, aber auch) mit dem Ende einer individuellen Nahversorgung zu tun, bei der überschaubar blieb, woher die Produkte kamen. Das Ende dieser Nahversorgung ist übrigens nicht Schicksal, sondern hat auch mit Politik und Kultur zu tun: in Paris z.B. gibt es sie noch, alle paar Meter: Fleischläden, Käsegeschäfte, Fischhandlungen, Bäcker ...

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