über die Gurkenverordnung
06/14/2013

Schief und krumm

von Guido Tartarotti

Ein schönes Beispiel dafür, wie etwas schiefgehen kann, wenn man es schlecht kommuniziert.

Guido Tartarotti | über die Gurkenverordnung

Krumm, also schief oder verbogen, sind: der Raum (das verstehen wir erst, wenn wir in bestimmten Bezirken Wiens einen Parkplatz suchen), manche Hunde und Touren, die Banane und natürlich die Gurke.

Damit sind wir beim Thema: Vor 25 Jahren, am 15. Juni 1988, legte die EU-Kommission per Verordnung verschiedene Güteklassen für Gurken fest und tat damit allen an Schreibhemmung laborierenden Satirikern und Leserbriefschreibern einen Gefallen. Denn fortan gab es ein Synonym für den Regulierungswahnsinn der EU und einen sicheren Lacher im Kabarett – es reichte, das Wort „Gurkenkrümmungsverordnung“ laut zu sagen. 2009 wurde die Verordnung genau deshalb abgeschafft – übrigens unter Protesten der meisten EU-Staaten und des Handels. Denn die Güteklassen – man wollte den Kunden Sicherheit und den Händlern Vereinfachungen bei Transport, Verpackung und Lagerung ermöglichen – hatten sich durchaus bewährt. Ein schönes Beispiel dafür, wie etwas schiefgehen kann, wenn man es schlecht kommuniziert.

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