über den Straßenverkehr
03/28/2013

Das hat er nicht gewollt

Jeder kennt so einen.

von Guido Tartarotti

Wer bremst, verliert, sagt er, und seine Freunde lachen

Guido Tartarotti | über den Straßenverkehr

Jeder kennt so einen. Verkehrsregeln sind für ihn Vorschläge, die ihn erheitern. Tempolimits liebt er, denn sie ermöglichen eine klare Unterscheidung zwischen Warmduschern, die sie befolgen, und echten Männern wie ihm. Zwischen zwei Ampeln beschleunigt er gern so stark wie möglich und sagt dann zufrieden „100!“. Er fährt gerne Auto, denn das gibt ihm die Möglichkeit, sich endlich einmal nicht als kleines Würschtl zu fühlen: Rechts überholen, links überholen, Blinker braucht er keinen, hinten drauffahren, hupen, fluchen, alles Trotteln, vor allem die, die tatsächlich glauben, bei glatter Straße müsse man langsamer fahren. Am meisten hasst er die, die andere trotz Nachrang in die Kolonne reinwinken oder sogar ausparken lassen. Sie stehlen ihm wertvolle Sekunden Lebenszeit!

Der Straßenverkehr ist ein PISA-Test für Erwachsene, den er nicht besteht, aber das weiß er nicht. Wer bremst, verliert, sagt er, und seine Freunde lachen. Irgendwann wird er als Unfall-Lenker vor Gericht stehen und weinend sagen: Das hab’ ich nicht gewollt! Doch, hast du.

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