über die Rettungsgasse
02/04/2014

Das Denkmal

von Andreas Schwarz

Jetzt wissen wir, dass man die Schwarmintelligenz des Autofahrers nicht überschätzen darf.

Andreas Schwarz | über die Rettungsgasse

Die Frage nach Henne und Ei und was von beiden zuerst war, stellt sich oft im Leben. Auch bei der Rettungsgasse: Ist der Autofahrer zu blöd, sie zu bilden, und sie funktioniert daher nicht? Oder ist die Idee einer Rettungsgasse zu blöd, und sie wird daher kaum gebildet?

Jetzt wissen wir, dass man die Schwarmintelligenz des Autofahrers nicht über- und die Gripsbefreitheit einzelner Lenkradidioten nicht unterschätzen darf. Aber wir wissen auch, dass auf dem Reißbrett der Menschheitszwangsbeglückung oft Dinge entstehen, die nur dem Glück ihrer Erfinder dienen. Die Rettungsgasse jedenfalls, Prestigeprojekt der Verkehrsministerin, wird nach zwei Jahren erstmals „evaluiert“, und das Ergebnis wissen Einsatzfahrer jetzt schon: Nur jede zweite bis dritte Notgasse funktioniert, die Zeitersparnis gegenüber früher tendiert gegen null.

Früher, das war übrigens der gute alte Pannenstreifen. Aber mit Bewährtem lässt sich halt kein Denkmal setzen. Gegen Bewährtes allerdings schaut so ein Denkmal manchmal ganz schön bröselig aus.

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