über Ein- und Zwei-Cent-Münzen
03/17/2014

Kleinvieh und Mist

von Guido Tartarotti

Warum werden sie also nicht einfach abgeschafft?

Guido Tartarotti | über Ein- und Zwei-Cent-Münzen

"Kupfernes nehm’ ich nicht." Das ist ein Satz, den man beim Zahlen mit den kleinsten Cent-Münzen oft zu hören bekommt. Die "kleinen Scheißerln" (eine sich sonst sehr gewählt ausdrückende KURIER-Leserin) sind wenig wert, brauchen viel Platz, sind mühsam zu zählen. Kunden und Händler schieben sie einander gerne zu.

Was die wenigsten wissen: Ein- und Zwei-Cent-Münzen kosten in Herstellung und Logistik mehr, als sie wert sind. Seit der Euro-Einführung 2002 liefen geschätzte Verluste von 1,5 Milliarden Euro auf.

Warum werden sie also nicht einfach abgeschafft? ( Finnland hat sie nie eingeführt). Vor allem Deutschland ist dagegen, weil man Angst vor Aufrundungs-Inflation hat. Auch Österreich will die Münzen nicht abschaffen und verweist auf deren hohe Lebensdauer. Ein Vorteil, den aber nur wenige nutzen: Zwischen 25 und fast 100 Prozent von ihnen verschwinden laut Schätzungen einfach. Weshalb man sie ständig nachprägen muss, was wieder Kosten verursacht. Ein besonders seltsamer Fall von Teufelskreis.

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