über die Burgtheater-Budgetkrise
10/16/2013

Investition

von Guido Tartarotti

Kultur ist kein Luxus, sie ist geistiges Lebensmittel.

Guido Tartarotti | über die Burgtheater-Budgetkrise

Es ist ganz einfach: Die Subventionen für das Burgtheater wurden seit Jahren kaum erhöht. Gleichzeitig steigen Löhne und Preise. Man kann sich also ausrechnen, ab wann die Burg von einem Euro 100 Cent für Personalkosten ausgeben muss und keinen einzigen mehr fürs Theaterspielen übrig hat, falls das so weitergeht.

Die Warnung des Burgdirektors, er könne nach Ausschöpfung aller Sparpotenziale ohne Anpassung der Subventionen an die Inflation den Betrieb im derzeitigen Ausmaß nicht aufrechterhalten, löst Solidaritätsadressen aus – allen Bühnenhäusern, ob groß oder klein, geht es ähnlich.

Österreich nennt sich „Kulturnation“. Wofür ist unser Land bekannt? Für Skifahrer und Kunst & Kultur. Auch in Sparzeiten wäre es unsinnig, dieses Potenzial aushungern zu lassen. Kultur ist kein Luxus, sie ist geistiges Lebensmittel. Abgesehen davon: 133,6 Mio. Euro Bundestheater-Subventionen bringen eine Wertschöpfung von 432 Millionen, errechneten Wirtschaftsforscher. Theatern Geld zu geben, ist daher ganz banal: eine gute Investition.

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