über den Weltfrauentag
03/07/2014

Die Straße

von Andreas Schwarz

Zu wenig Straßennamen sind weiblich, in Wien grad drei Prozent.

Andreas Schwarz | über den Weltfrauentag

Morgen ist Weltfrauentag, und da stoßen wir auf folgende Unerhörtheit: Zu wenig Straßennamen sind weiblich, in Wien grad drei Prozent.

Weil man jetzt nicht einfach den Franz-Josefs- in Sisi-Kai oder die Kärntner in KärntnerInnen Straße umbenennen kann (obwohl, wer weiß?), gibt es in Wien eine Richtlinie: Alle neuen Straßen sollen nach Frauen heißen. Die neue Seestadt in Aspern ist überhaupt quasi ein einziges Frauenhaus, nämlich männerfrei, straßennamentechnisch.

Bravo, das gebietet ja auch die deutsche Sprache! Weshalb sonst sind die Gasse, die Straße, die Autobahn, die Kreuzung weiblich, nur der Kreisverkehr schlägt grammatikalisch aus der Reihe (nicht, weil er so schwierig zu durchfahren ist, sondern weil er gerne von Landeshauptmännern eröffnet wird). Und der Boulevard – na ja, die Franzosen haben’s ohnehin mit dem falschen Geschlecht: Die Sonne ist männlich, der Mond weiblich, und die Welt heißt le monde. Aber die werden die Sorgen schon noch als solche erkennen, bei irgendeinem der kommenden Weltfrauentage.

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