über Leiden beim Villacher Fasching
02/18/2013

Denker auf der Flucht

von Guido Tartarotti

Klagenfurt ist nicht New York

Guido Tartarotti | über Leiden beim Villacher Fasching

Aufmerksame TV-Zuschauer haben das Bild vielleicht wahrgenommen: Kurz geriet Kärntens ÖVP-Landesrat Wolfgang Waldner beim „ Villacher Fasching“ in den Schwenkbereich einer Kamera. Man sah einen Mann, der verzweifelt versuchte, die Kontrolle über seine entgleisenden Gesichtszüge zu bewahren, offenbar tief unter dem Niveau des Dargebotenen leidend.

Waldner, der als Kulturmanager lange für die weltoffene, liberale, urbane Seite der ÖVP stand, ist anscheinend endgültig in Kärnten angekommen. Und Klagenfurt ist nicht New York: Die FPK-Regierung betrachte jeden, der nicht ihren strengen Stallgeruch verströmt, als Feind, klagt Waldner, vor allem Künstler, Wissenschaftler und Intellektuelle.

Kärnten ist das einzige Bundesland, dessen Einwohnerzahl schrumpft. Erstens wegen der sinkenden Geburtenrate, zweitens, weil besser Gebildete Asyl suchen – Wien ist bereits die zweitgrößte Kärntner Stadt. Waldner ging wieder zurück – tut sich das sonst noch wer an? Kärnten bräuchte gerade die kritischen Denker dringend.

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