Das Ohrwaschl - Müdebeten

ohrwaschl_birgit braunrath
Foto: Stephan BoroviczenyFotografieWien/ViennaAustriacall: +43 6801314644

Nicht das Frühjahr ermüdet uns, sondern die Müdigkeitspropaganda.

Das Leben kann ermüdend sein: Kaum haben wir uns den Winterschlaf aus den Augen gerieben, wird die Frühjahrsmüdigkeit ausgerufen. Und wer sich dem Schlaf- und Schlappheitsdiktat nicht unterwirft, wird informiert, dass jetzt – durch die Zeitumstellung –  auch noch ein „Mini-Jetlag“ hinzukomme, der den Organismus  mit Sicherheit  zum Erlahmen bringe.
Schnarch. Wie fad ist das alljährliche Müdebeten frisch erwachender Lebensgeister! – Nichts macht so hell wie die ersten Sonnenstrahlen, nichts so wach wie das erste Vogelgezwitscher. Ein Schlafforscher bestätigt: „Die Frühjahrsmüdigkeit wird oft übertrieben dargestellt. Die positiven Effekte von Licht und Sonne auf den Körper überwiegen bei Weitem. Frühjahrsmüdigkeit ist keine Krankheit, sondern eine Befindlichkeitsstörung.“
Wer sich also bisher von der ermüdenden Propaganda der allzeit Unausgeschlafenen  in seiner Befindlichkeit hat stören lassen, darf endlich aufwachen. -BB

Das Ohrwaschl - die Glosse von Seite 1: Alternierend verfasst von Birgit Braunrath, Andreas Schwarz und Guido Tartarotti

(KURIER) Erstellt am
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